Umfangreiche Investitionen für den Hochwasserschutz
Der Schutz von Menschen und bedeutenden Sachwerten vor Hochwasser hat oberste Priorität. Insgesamt werden in Kolbermoor und Rosenheim rund 6 Millionen Euro für Sofortmaßnahmen zum Hochwasserschutz investiert - die Hälfte der Reparaturmaßnahmen ist abgeschlossen. Mit diesen Sofortmaßnahmen werden große Teile des Stadtgebietes Kolbermoor und Rosenheim vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt.
In Kolbermoor werden auf einer Länge von 3,6 Kilometern neue Stahlspundwände in die beschädigten Deiche integriert und diese gleichzeitig erhöht. Dies schützt etwa 650 Hektar Siedlungsfläche. Insgesamt werden 18.000 Quadratmeter Spundwände verbaut, was einer Fläche von über zwei Fußballfeldern entspricht. Das Gewicht der eingebauten Spundwände beträgt über 2.500 Tonnen.
Teile der Sofortmaßnahmen im Bereich der Innenstadt sind bereits abgeschlossen. Die weiteren Maßnahmen sollen bis zur Hochwasserzeit 2014 beendet sein. In Rosenheim werden zudem auf einer Länge von 800 Metern beschädigte Deiche stabilisiert und durch den Einbau von Spundwänden erhöht. Die Gesamtkosten für die Sofortmaßnahmen im Mangfalltal belaufen sich auf 12 Millionen Euro.
Landesweite Schäden und zukünftige Planungen im Hochwasserschutz
Bayernweit sind durch das Juni-Hochwasser Schäden von 111 Millionen Euro an Hochwassereinrichtungen entstanden. Dank des konsequenten Einsatzes der Beteiligten vor Ort sind die gravierenden Schäden bereits jetzt behoben. Alle weiteren Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser laufen unter Hochdruck.
Die regulären Baumaßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Kolbermoor schreiten ebenfalls voran. Vier von sechs Bauabschnitten sind bereits abgeschlossen. Dabei wurden Deichinnendichtungen eingebaut sowie Deichrückverlegungen und eine damit verbundene ökologische Aufwertung der Mangfall realisiert. In den vergangenen Jahren hat der Freistaat bereits rund 40 Millionen Euro in die Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Mangfall investiert.
Als Reaktion auf das diesjährige Hochwasser wurde das Aktionsprogramm 2020plus beschlossen, das eine Verdopplung der finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz vorsieht. Bis 2020 plant der Freistaat Investitionen von insgesamt 3,4 Milliarden Euro in den Ausbau des Hochwasserschutzes. Seit 2001 wurden bereits 1,6 Milliarden Euro in entsprechende Maßnahmen investiert.
