Herausforderung Unkraut bei Sommerblumen-Direktsaat
Die Direktsaat von Sommerblumenmischungen stellt eine potenziell kostengünstige Alternative zur Pflanzung vorkultivierter Arten dar. Allerdings erschwert das Unkrautwachstum diese Methode erheblich. Die herkömmliche Anlage von Sommerblumenbeeten mit vorkultivierten Pflanzen ist sowohl in der Erstellung als auch im Unterhalt mit hohen Kosten verbunden.
Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim untersucht seit fünf Jahren Methoden zur Ansaat von Sommerblumenbeeten. Im Rahmen dieser Forschung wurden verschiedene handelsübliche Trägerstoffe als Mulchmaterialien auf ihre Fähigkeit zur Unkrautunterdrückung getestet. Dabei wurden ausschließlich Produkte ausgewählt, die sich idealerweise innerhalb einer Vegetationsperiode zersetzen, um hohe Entsorgungskosten langlebiger Materialien zu vermeiden.
Untersuchte Materialien und Methodik
Die Untersuchung umfasste verschiedene Materialien wie Vliese aus Hanf, Kokos, Stroh und Jute, ferner Mulchpapier, Mulchfolien, Kraftpapier und Wellpappe. Da eine Direktsaat auf dem Mulchmaterial nicht möglich ist, wurden die Materialien mit einer 3 cm dicken Schicht unkrautfreier Gartenerde abgedeckt, wie sie im Handel erhältlich ist.
Ergebnisse der Mulchversuche
Die Vergleichsfläche mit einem herkömmlichen Saatbett zeigte eine so starke Verunkrautung, dass eine sinnvolle Pflege nicht mehr realisierbar war. Im Gegensatz dazu bewirkten die getesteten Mulchprodukte eine sehr effektive Unkrauthemmung. Die gemessenen Pflegezeiten pro Quadratmeter waren je nach Material sehr gering und lagen teilweise unter einer Minute.
Die besten Ergebnisse hinsichtlich Optik, Zeitaufwand und Wirtschaftlichkeit wurden mit den Papiermaterialien erzielt.
