Beratung und Planung

Mulchmaterialien zur Unkrautkontrolle bei Sommerblumenansaaten

Die Direktsaat von Sommerblumenmischungen ist eine kostengünstige Alternative, wird aber durch Unkraut erschwert. Eine Studie testete Mulchmaterialien zur Unkrautunterdrückung, um die Pflege zu vereinfachen und Kosten zu senken.

Herausforderung Unkraut bei Sommerblumen-Direktsaat

Die Direktsaat von Sommerblumenmischungen stellt eine potenziell kostengünstige Alternative zur Pflanzung vorkultivierter Arten dar. Allerdings erschwert das Unkrautwachstum diese Methode erheblich. Die herkömmliche Anlage von Sommerblumenbeeten mit vorkultivierten Pflanzen ist sowohl in der Erstellung als auch im Unterhalt mit hohen Kosten verbunden.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim untersucht seit fünf Jahren Methoden zur Ansaat von Sommerblumenbeeten. Im Rahmen dieser Forschung wurden verschiedene handelsübliche Trägerstoffe als Mulchmaterialien auf ihre Fähigkeit zur Unkrautunterdrückung getestet. Dabei wurden ausschließlich Produkte ausgewählt, die sich idealerweise innerhalb einer Vegetationsperiode zersetzen, um hohe Entsorgungskosten langlebiger Materialien zu vermeiden.

Untersuchte Materialien und Methodik

Die Untersuchung umfasste verschiedene Materialien wie Vliese aus Hanf, Kokos, Stroh und Jute, ferner Mulchpapier, Mulchfolien, Kraftpapier und Wellpappe. Da eine Direktsaat auf dem Mulchmaterial nicht möglich ist, wurden die Materialien mit einer 3 cm dicken Schicht unkrautfreier Gartenerde abgedeckt, wie sie im Handel erhältlich ist.

Ergebnisse der Mulchversuche

Die Vergleichsfläche mit einem herkömmlichen Saatbett zeigte eine so starke Verunkrautung, dass eine sinnvolle Pflege nicht mehr realisierbar war. Im Gegensatz dazu bewirkten die getesteten Mulchprodukte eine sehr effektive Unkrauthemmung. Die gemessenen Pflegezeiten pro Quadratmeter waren je nach Material sehr gering und lagen teilweise unter einer Minute.

Die besten Ergebnisse hinsichtlich Optik, Zeitaufwand und Wirtschaftlichkeit wurden mit den Papiermaterialien erzielt.

16.11.2006

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)

An der Steige 15
97209Veitshöchheim
Deutschland

Tel.:+49 931 9801-0
Fax:+49 931 9801-3100

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