Die Grüne Stadt, Wettbewerbe und Jubiläen

Sonderpreis für grüne Stadtentwicklung im Wettbewerb Entente Florale

Der Bundeswettbewerb Entente Florale erhält einen Sonderpreis des Bundesbauministeriums für 2012 und 2013. Dieser würdigt den ganzheitlichen Ansatz des Kommunalwettbewerbs zur Förderung qualitätvoller Innenentwicklung und nachhaltiger grüner Stadtentwicklung.

Bundesbauministerium stiftet Sonderpreis für Entente Florale

Der Bundeswettbewerb Entente Florale erhält für die Jahre 2012 und 2013 einen Sonderpreis des Bundesbauministeriums. Dieser resultiert aus einem Dialog zwischen dem Bundesbauministerium und Entente Florale. Staatssekretär Rainer Bomba sagte den Preis im Rahmen eines Parlamentarischen Abends des Zentralverbands Gartenbau (ZVG), einem der vier Träger des Wettbewerbs, zu. Ausschlaggebend war der ganzheitliche Ansatz des Kommunalwettbewerbs, der eine qualitätvolle Innenentwicklung und nachhaltige grüne Stadtentwicklung fördert. Bundesminister Dr. Peter Ramsauer hatte sich bereits im Januar des Vorjahres bei der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin über den Wettbewerb informiert.

Der Sonderpreis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) trägt den Titel „Grüne Räume, die verbinden“. Er zeichnet zukunftsweisende innerstädtische Grün-Entwicklungen aus, die soziale, gesellschaftliche und demografische Aspekte berücksichtigen. Ziel ist es, grüne Räume zu prämieren, die Stadtstrukturen und Menschen miteinander verbinden. Gesucht werden Lösungen, die eine qualitätvolle Innenentwicklung fördern, Baulücken für mehr Grün nutzen und die Bürgerschaft aktiv einbeziehen. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird zunächst für die Wettbewerbsjahre 2012 und 2013 vergeben.

Von der staatlichen Grünpolitik zur praktischen Umsetzung in Kommunen

Die Bundesregierung hat 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt verabschiedet, die unter Federführung des Bundesumweltministeriums (BMU) erarbeitet wurde. Diese Strategie enthält rund 330 Ziele und 430 Maßnahmen zur Umsetzung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt. Auch das Bundesbauministerium hat Programme und Initiativen zur qualitätvollen Entwicklung ländlicher Räume und zur Gestaltung lebendiger, durchgrünter Innenstädte ins Leben gerufen, wie die Initiative Ländliche Infrastruktur.

Im Jahr 2011 wurde das Weißbuch Innenstadt unter Federführung des BMVBS entwickelt, das die Faktoren einer „gesunden“ Stadtentwicklung zusammenfasst. Entente Florale beteiligte sich ebenfalls mit einer Stellungnahme. Das Förderprogramm für „Kleinere Städte und Gemeinden“ verfolgt ähnliche Ziele. Staatliche Programme erreichen ihre Wirkung jedoch nur durch die Umsetzung in den Kommunen. Aktivierende Instrumente wie der Wettbewerb Entente Florale haben sich als wirkungsvolles Stadtentwicklungselement erwiesen.

Kommunen setzen durch den Wettbewerb Maßnahmen von gesellschaftlicher Relevanz und Nachhaltigkeit um, verbunden mit einer zeitlichen Befristung und Erfolgskontrolle. In den Jahren 2011 und 2012 lag der Schwerpunkt des Wettbewerbs auf dem Motto „Biologische Vielfalt fördern“. Dieses Thema wird zukünftig fester Bestandteil der Beurteilungskriterien sein und somit dauerhaft die Nationale Strategie unterstützen. Seit elf Jahren fördert Entente Florale Städte und Gemeinden dabei, in die Stadt- und Grünentwicklung zu investieren, um Attraktivität, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit zu steigern.

Grünflächen in Städten, wie Freiräume, Parks, Plätze und Straßen, erfüllen ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Funktionen. Naturnahe Parks und Grünanlagen, die Lebensraum für vielfältige Flora und Fauna bieten, ein gepflegtes Wohnumfeld und attraktive Stadtzentren mit grünen Begegnungsräumen tragen zur Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt bei und beeinflussen Zuzug oder Abwanderung. Dies gilt insbesondere für kleinere Städte und den ländlichen Raum. Entente Florale richtet sich daher an Kommunen kleinerer und mittlerer Größe und lässt Gemeinden mit mehr als 3.000 Einwohnern als Teilnehmer zu. Ein zentrales Anliegen des Wettbewerbs ist es, die Förderung von Stadt- und Grünstrukturen als Gemeinschaftsaufgabe von Verwaltung, Unternehmen, Vereinen, Initiativen und Bürgern zu etablieren.

Drei Bundesministerien stiften Preise für Entente Florale

Der Preis des BMVBS ist der dritte eines Bundesministeriums im Wettbewerb Entente Florale. Auch 2012 wird ein Sonderpreis des BMU verliehen, der Kommunen zum „Naturschutz in der Stadt“ und zur Förderung der biologischen Vielfalt aufruft. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) fördert mit einem Preis die standortgerechte Pflanzenauswahl bei der Park- und Freiraumgestaltung. Zusätzlich werden Themenpreise wie „Der schönste Privatgarten“ und die „Blühende Einkaufsmeile“ vergeben.

Nationaler Wettbewerb Entente Florale: „Gemeinsam aufblühen“

Im Jahr 2012 nehmen 16 Kommunen am Wettbewerb teil. Sie nutzen die Zeit von der Anmeldung bis zur Preisverleihung, um Maßnahmen für mehr Attraktivität und ein vielfältiges Stadtgrün umzusetzen. Eine interdisziplinäre Fachjury begutachtet die Grünanlagen und -projekte im Juli und bewertet diese. Die Ergebnisse fließen in eine Expertise ein, die den Kommunen Empfehlungen für ihre Stadt- und Grünentwicklung gibt. Die Ehrung der Teilnehmerkommunen aus den Wettbewerbsjahren 2011 und 2012 findet am Dienstag, den 21. August, im ZDF-Fernsehgarten in Mainz statt. Es werden über 1.000 Personen erwartet. Der Wettbewerb Entente Florale wird getragen vom Zentralverband Gartenbau (ZVG), dem Deutschen Städtetag (DST), dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Deutschen Tourismusverband (DTV).

12.05.2012

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