Erfolgreicher Abschluss der spoga 2009
Die Gartenmesse spoga in Köln schloss nach drei Tagen mit einer positiven Bilanz. Mit 1.389 Anbietern aus 49 Ländern bestätigte die Messe ihre Position als internationaler Treffpunkt der grünen Branche. Über 25.000 Fachbesucher aus 89 Ländern informierten sich auf 168.000 Quadratmetern Bruttoausstellungsfläche über Neuheiten aus den Bereichen Garten und Freizeit.
Die spoga hat bei derzeit nicht einfachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut Outdoor-Lifestyle auf international hohem Niveau geboten. Wir konnten unsere Besucherqualität weiter steigern, was zur guten Stimmung auf der Messe maßgeblich beigetragen hat.
Dies resümierte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse. Neben Produktneuheiten wurde das Rahmenprogramm mit Sonderschauen, Workshops und Events von den Fachbesuchern gut angenommen. Parallel zur spoga fand in Halle 4 die spoga horse statt, eine Fachmesse für den Pferdesportbereich.
Vielfältiges Produktangebot
Der Bereich furniture war mit 536 Unternehmen stark vertreten. 34 Anbieter präsentierten in der excellence-Halle Möbel aus dem Hochwert- und Luxussegment. Im leisure-Segment, das den weltweit größten Grill- und Barbecue-Angebotsbereich umfasst, stellten 409 Unternehmen ihre Produkte vor. Der grüne Markt war im ambiance-Bereich mit 583 Unternehmen vertreten, darunter Produzenten von Dekorationsbedarf, Pflanzen und Pflanzenpflegeartikeln. Zusätzlich zeigten 146 Anbieter im Bereich basic Garten-Basics aus Fernost.
Branchenverbände ziehen positives Fazit
Die deutsche Garten- und Freizeitbranche zeigte sich zufrieden mit den Umsätzen der ersten sieben Monate des Jahres. Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI), ideeller Träger der spoga und spoga horse, bewertete die inländische Absatzlage als stabil. Exportprobleme beeinflussten jedoch die ausländischen Kundenkontakte.
Die zahlreichen Produktneuheiten wurden von den Messebesuchern sehr gut angenommen. Wir hoffen, dass die gute Stimmung auf der Messe die Absatzentwicklung in der kommenden Saison positiv beeinflussen wird.
Dies erklärte Désirée Derin-Holzapfel, Präsidentin des BSI. Auch John W. Herbert, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB), äußerte sich positiv zum Messeverlauf der spoga 2009.
Die Messe lief besser, als man es aufgrund der Rahmenbedingungen vorher vielleicht vermuten konnte. Die Erwartungen wurden allerorten absolut erfüllt.
Umsatzgewinner in Bau- und Gartenfachmärkten waren im ersten Halbjahr 2009 Blumen und Pflanzen mit einem Plus von 7,5 Prozent. Das Grill- und Barbecuesegment verzeichnete bis Juli zweistellige Umsatzsteigerungen, so die Barbecue Industrie Association Grillverband (BIAG). In Garten-Centern zeigten Outdoor-Pflanzenbereiche, insbesondere Stauden und Baumschulpflanzen, gute Zuwächse. Der Verband Deutscher Garten-Center meldete ansonsten ein witterungsbedingt durchwachsenes erstes Halbjahr.
Hohe Besucherqualität und interaktives Programm
Die Besucherbefragung bestätigte die hohe Qualität der Fachbesucher. 82 Prozent der Befragten sind an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen maßgeblich beteiligt. Die Hälfte aller spoga-Besucher gehört der Geschäftsführung ihres Unternehmens an. Das breite Produktspektrum wurde von über 70 Prozent der Besucher mit sehr gut oder gut bewertet. Knapp 85 Prozent würden die spoga weiterempfehlen. 59 Prozent der Fachbesucher reisten aus dem Ausland an.
Das interaktive Rahmenprogramm fand großen Anklang. Die Präsentation der Top Ten-Produkte in den Bereichen Gartenmöbel, Grill sowie Strand- und Wassersport durch die Aussteller wurde ebenso positiv aufgenommen wie die excellence-Sonderschauen "Flower Power" und "Chillout im mediterranen Garten". Events wie Live-Grillen zogen viele Besucher an. Der Objekt-Workshop "Contract-Potenzial – was jetzt draußen drin sein muss" bot Informationen zum Contract-Business. Der neu geschaffene Pflanzenpark, in dem Jungpflanzenhersteller ihre Produkte vorstellten, wurde erfolgreich eingeführt.
Trends der spoga 2009
Im Bereich Outdoor-Wohnen zeigte sich der Trend zur "neuen Gemütlichkeit" in modern interpretierter Form. Hersteller reagieren auf den Wunsch nach Wohlfühl-Atmosphäre mit Modellen, die Design und Komfort verbinden. Sessel ähneln Muscheln, Sonnenliegen Wellen. Modulmöbel, die individuelle Anpassungen ermöglichen, sind ebenfalls gefragt. Bei den Farben dominieren warme und gedeckte Töne wie Mocca oder Cappuccino, kombiniert mit bunten Accessoires in Lila, Orange oder Grün. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung, was sich in der Verwendung natürlicher Materialien oder der Entwicklung von Hightech-Materialien als Tropenholz-Ersatz widerspiegelt. Qualität bleibt ein entscheidendes Kriterium.
Auch im Segment Grill und Barbecue prägten raffinierte Neuentwicklungen bei Holzkohle-, Gas- und Elektrogrills das Messebild.
Die Grillindustrie hat die Wirtschaftskrise nicht zu spüren bekommen. Insbesondere das Angebot an großen Gasgrills, die wie richtige Outdoor-Küchen ausgestattet sind, hat sich vergrößert. Der Verbraucher ist bereit, mehr in einen Grill zu investieren als in der Vergangenheit.
Dies sagte Kurt Schlieper, Geschäftsführer der Barbecue Industry Association Grillverband (BIAG) e.V. Neben großen Gasgrills waren auch Grillfeuerstellen und Outdoor-Kamine zu sehen, die den Trend zur Gemütlichkeit im Garten unterstreichen. Im Strand- und Wassersportsegment wurden Materialentwicklungen wie Neopren und neue Spielideen präsentiert. Der Angebotsbereich ambiance zeigte Lifestyle-Accessoires von Großkeramik über bunte Outdoor XXL-Steine bis hin zu metallenen Balkonhalterregalen. Viele Top-Marken aus Floristik und Dekoration waren ebenfalls vertreten.
spoga Cologne 2009 in Zahlen
An der spoga Cologne 2009 nahmen auf einer Brutto-Hallenfläche von 168.000 Quadratmetern 1.389 Unternehmen aus 49 Ländern teil, davon 79 Prozent aus dem Ausland. Dies umfasste 280 Aussteller und 8 zusätzlich vertretene Firmen aus Deutschland sowie 1.075 Aussteller und 26 zusätzlich vertretene Unternehmen aus dem Ausland. Insgesamt kamen 25.350 Fachbesucher aus 89 Ländern, davon 59 Prozent aus dem Ausland. Alle Zahlen wurden nach den Richtlinien der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) berechnet.