Park- und Aussenanlagen

Landesgartenschau Ingolstadt: Naturerlebnis und nachhaltige Stadtentwicklung

Die Landesgartenschau Ingolstadt öffnet ihre Pforten und bietet einen familienfreundlichen Naherholungsraum. Die Veranstaltung, ursprünglich für 2020 geplant, wurde um ein Jahr verschoben. Für Ingolstadt ist dies die zweite Ausrichtung einer Landesgartenschau.

Bleibende Werte für die Stadt Ingolstadt

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hob bei einem Rundgang im Vorfeld der Eröffnung die Bedeutung des Geländes hervor:

Das neue Landesgartenschaugelände ist ein wahres Natur- und Erholungsparadies. Es steigert die Lebensqualität der Menschen und gleichzeitig den ökologischen Wert vor Ort dauerhaft. Die Landesgartenschau ist zudem ein leuchtendes Beispiel dafür, wie durch zusammenhängende Grünflächen und Frischluftschneisen das Stadtklima nachhaltig verbessert werden kann. Die Landesgartenschau schafft damit bleibende Werte. Gerade in Corona-Zeiten brauchen die Menschen Erholungs- und Rückzugsorte in der Natur. Deshalb freue ich mich, dass für die Landesgartenschau in Ingolstadt ein umfassendes Corona-Hygienekonzept entwickelt wurde.

Die Landesgartenschau ist bis zum 3. Oktober 2021 geplant. Ingolstadt erhält durch die aktuelle Veranstaltung einen weiteren Park mit hohem Erholungs- und Freizeitwert. Ein Wasserspielplatz, Spielhügel und ein Landschaftssee mit Sitzstufen sollen abwechslungsreiche Ausflugsziele für die Region bieten. Geplant sind zudem Live-Konzerte und Veranstaltungen auf der Freilichtbühne, sobald die pandemische Lage dies zulässt.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Artenvielfalt

Die Ausstellungsbeiträge der Landesgartenschau konzentrieren sich auf das Thema Nachhaltigkeit. Ein Nachhaltigkeitsparcours und Beiträge im Stadtlabor sollen für ein nachhaltiges Alltagsleben sensibilisieren. Schauflächen demonstrieren moderne Landwirtschaft für gesunde und regionale Lebensmittel, während eine Container-Energiestation Ideen zur Energiewende präsentiert. Das Umweltministerium beteiligt sich mit einem eigenen Pavillon zum Thema Artenvielfalt.

Die Landesgartenschau trägt mit über 50.000 Quadratmetern blühender Wiesen, mehr als 600 neu gepflanzten Bäumen, zahlreichen Sträuchern, einem Obstgarten, Wassergärten und einer rund 8.500 Quadratmeter großen Ausgleichsfläche zur Artenvielfalt in Ingolstadt bei. Die ausschließliche Verwendung torffreier Substrate auf dem gesamten Gelände wird als Beitrag zum Arten- und Klimaschutz gewertet.

Förderung und zukünftige Entwicklungen

Seit 1980 hat das Umweltministerium bayerische Kommunen bei Gartenschauen mit über 74 Millionen Euro unterstützt. Dadurch wurden rund 500 Hektar dauerhafte Grünflächen neu geschaffen. Die Investitionen zur Landesgartenschau Ingolstadt werden vom Umweltministerium und der EU mit jeweils bis zu 2,9 Millionen Euro gefördert. Ab 2022 ist eine Erhöhung der Förderung für bayerische Landesgartenschauen auf jeweils bis zu 5 Millionen Euro vorgesehen.

19.04.2021

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