Naturschutz

Generationendialog Wald: Impulse für die Waldstrategie 2050

Bundesministerin Julia Klöckner eröffnete den „Generationendialog Wald“, dessen Ergebnisse in die Waldstrategie 2050 einfließen sollen. Junge Menschen werden aktiv in die Fortschreibung der Strategie einbezogen, um Ideen und Lösungsstrategien für die Zukunft des Waldes zu entwickeln.

Dialog für die Zukunft des Waldes

Bundesministerin Julia Klöckner hat am 7. Mai 2019 in Berlin den „Generationendialog Wald – 2050 mitgestalten“ eröffnet. Die Ergebnisse dieses Dialogs sollen in die künftige Waldstrategie 2050 der Bundesregierung einfließen. Das Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe begleitet das Projekt.

Die Forstwirtschaft ist ein Paradebeispiel für generationsübergreifendes Wirtschaften. Die kommenden Generationen brauchen die Bäume zum Leben, die heute gepflanzt und gepflegt werden. Und Bäume, die heute geerntet werden, wurden oft vor mehreren Generationen gepflanzt und gepflegt. Wir müssen Waldpolitik deshalb über lange Zeiträume hinaus betrachten. Denn bei vielen Zukunftsfragen wie dem Klimawandel oder dem Erhalt der Biodiversität spielen Wald und Holz eine wichtige Rolle. Deshalb sind die massiven Waldschäden durch Trockenheit, Sturm und Schädlinge des vergangenen Jahres so bedenklich. Das alles hat zu großen Mengen Schadholz geführt. Wir werden erst in einigen Jahren sehen, wie groß das tatsächliche Ausmaß war. Klar ist leider schon, dass die Arbeit von Generationen betroffen ist. Im vergangenen Jahr habe ich deshalb schnell reagiert und unter anderem zusätzlich 25 Millionen Euro zur Regulierung von Waldschäden bereitgestellt. Mir ist eine Balance der sozialen, ökonomischen und ökologischen Funktionen der Wälder wichtig, die wir nur über ihre nachhaltige Bewirtschaftung erreichen. Diese Balance zu finden, ist das wichtigste Ziel meiner Waldstrategie 2050.

Das Vorhaben wurde von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. (SDW) initiiert und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger FNR gefördert. Es zielt darauf ab, die Generation der 18- bis 29-Jährigen aktiv in die Fortschreibung der vor acht Jahren aufgelegten Waldstrategie 2020 einzubeziehen. Unter der Schirmherrschaft des Waldbeauftragten Cajus Caesar werden junge Teilnehmer in fünf Dialogforen gemeinsam mit Akteuren aus Forstwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Naturschutz Ideen und Lösungsstrategien für die Zukunft des Waldes entwickeln.

Für die Foren wurden die neun Handlungsfelder der aktuellen Waldstrategie 2020 zu fünf Dialog-Themen verdichtet. Zwischen Juli und Oktober 2019 sind Workshops und Debatten zu den Themen Klima- und Wirtschaftsfaktor Wald, Lebensraum Wald, Forstwirtschaft in Deutschland und Wald-Erleben geplant. Ziel ist es, Konfliktfelder, Handlungsbedarf und kreative Lösungsvorschläge zu identifizieren, die in die Fortschreibung der Waldstrategie einfließen können.

Hintergrund und Förderung

Das Projekt wird vom BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Die Projektbegleitung erfolgt durch das Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH), eine Abteilung der FNR. Die FNR ist seit 25 Jahren als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe tätig und unterstützt Forschungsthemen in den Bereichen nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Holzverwendung.

07.05.2019

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