Naturschutz

Svenja Schulze übernimmt Wildbienenpatenschaft

Bundesumweltministerin Svenja Schulze setzt ein Zeichen für den Artenschutz und übernimmt eine Wildbienenpatenschaft. Angesichts des dramatischen Insektensterbens sind gezielte Maßnahmen zum Schutz dieser wichtigen Bestäuber dringend erforderlich.

Ministerin setzt Zeichen für den Artenschutz

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat eine Wildbienenpatenschaft übernommen. Im Wildbienenschaugarten in Berlin-Treptow erhielt die Ministerin ihre Urkunde von der Stiftung für Mensch und Umwelt. Rund die Hälfte aller Wildbienenarten steht auf der Roten Liste, was einen gezielten Schutz dieser Insekten, ihrer Nahrungsgrundlagen und Lebensräume erforderlich macht.

Wir erleben ein dramatisches Insektensterben, das die Natur insgesamt aus dem Gleichgewicht bringt. Es geht nicht nur um die Honigbiene, gefährdet sind vor allem Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Wir brauchen dringend schnell wirkende Maßnahmen, um das Insektensterben zu stoppen. Wir wollen darum schon bald Eckpunkte für ein Aktionsprogramm Insektenschutz im Kabinett beschließen. Ich hoffe auf viele Mitstreiter – in der Politik, aber auch in den Gärten und auf den Balkonen.

Wildbienen, zu denen auch Hummeln zählen, sind besonders stark von der Zerstörung und Beeinträchtigung ihrer Lebensräume und Nahrungsgrundlagen betroffen. Laut Roter Liste sind 53 Prozent der Wildbienenarten dort gelistet. Ein effektiver Wildbienenschutz erfordert mehr als nur ein größeres Blütenangebot, das für Honigbienen nützlich sein kann. Wildbienen haben oft spezifische Anforderungen an Nahrung und Lebensräume.

Engagement der Stiftung für Mensch und Umwelt

Die Stiftung für Mensch und Umwelt ist Trägerin verschiedener Projekte. Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz unterstützen im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt das Projekt „Treffpunkt Vielfalt“. Dieses Naturschutzgroßprojekt bezieht Grün- und Freiflächen von Wohnungsunternehmen in Siedlungen in vier Bundesländern ein. Die Flächen werden ökologisch gestaltet, um die Artenvielfalt direkt vor der Haustür zu fördern.

Dadurch entstehen Orte der Naturerfahrung und Erholung, die zu einer lebenswerten Wohnumgebung für Menschen und Insekten beitragen.

02.05.2018

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