Messen und Veranstaltungen, Privatgarten, Verbände und Organisationen

Symposium zum Biogemüse beleuchtet Wissens- und Forschungsbedarf

Ein Symposium der Bayerischen Gartenakademie zeigte großen Wissens- und Forschungsbedarf im Biogemüseanbau auf. Die Veranstaltung feierte das 20-jährige Bestehen der Akademie und zog zahlreiche Multiplikatoren an, die sich über aktuelle Entwicklungen und offene Fragen austauschten.

Ergebnisse und offene Fragen im Biogemüseanbau

Themen wie die Vermeidung chemischer Pflanzenschutzmittel, der gezielte Einsatz von Dünger und der Anbau resistenter Obstsorten sind laut Becker in den vergangenen 20 Jahren bei Freizeitgärtnern angekommen. Dennoch bestehe weiterhin ein erheblicher Wissens- und Forschungsbedarf.

Die Workshops des Symposiums zeigten spezifische Informationsbedarfe auf. Die Teilnehmer wünschten sich unter anderem mehr Wissen zu Fruchtfolge und Fruchtwechsel, Kompostierung und den Auswirkungen des Klimawandels auf den Gemüseanbau. Auch die Rolle gesunder Wildkräuter wie Löwenzahn und Brennnessel sowie deren Wirkung auf den menschlichen Körper sollte stärker beleuchtet werden.

Weitere Themen, zu denen die Teilnehmer Informationen suchten, waren die Anlage seniorengerechter Gärten, die effiziente Nutzung von Regenwasser und die Auswirkungen des Gärtnerns auf die seelische Gesundheit.

Informationsvermittlung und zukünftige Forschung

Dr. Andreas Becker kündigte an, viele der gewünschten Themen mithilfe moderner Medien transparent darzustellen. Die Bayerische Gartenakademie bietet bereits Infoschriften, Gartentipps im Internet und als Podcast an. Mitarbeiter beantworten Fragen am Gartentelefon. Zukünftig sollen Videos mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen komplexe Sachverhalte veranschaulichen.

Trotz der engen Zusammenarbeit mit Wissenschaft und angewandter Forschung sieht Becker in vielen Bereichen weiterhin großen Forschungsbedarf.

05.06.2014

Zurück