Aktuelle Herausforderungen im Zierpflanzenbau diskutiert
Im Mittelpunkt des informellen Treffens standen verschiedene Themenbereiche. Dazu zählten Marktfragen, die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 sowie Probleme bei der Umsetzung der Verordnung über invasive, gebietsfremde Arten. Ebenso wurden aktuelle Entwicklungen im Pflanzenschutz und bei der Pflanzengesundheit erörtert, einschließlich Fragen des Risikomanagements in den EU-Mitgliedstaaten.
Weitere Diskussionspunkte waren die Entwicklungen zu einer neuen Düngemittel-Verordnung, erste Entwürfe der EU-Kommission zum Jahresarbeitsprogramm für Absatzförderung im Jahr 2018 und das Auftreten gentechnisch veränderter Petunien.
Das Netzwerk agiert als gemeinsames Sprachrohr für den europäischen Zierpflanzenbau gegenüber europäischen Institutionen. Dies geschieht in Kooperation mit den Brüssel-Büros der Mitgliedstaaten, COPA und weiteren Partnern. Trotz Wetterschwankungen im Frühjahr 2017 wurde der Markt für Blumen und Pflanzen von allen teilnehmenden Mitgliedstaaten als sehr gut bewertet. Allerdings sind Änderungen im Absatzverhalten festzustellen, wobei Bestellungen „Just in time“ die Abwicklung und Planung für Produzenten erschweren.
Einblicke in den österreichischen Gartenbau gewonnen
In Österreich werden auf einer Fläche von fast 1.000 Hektar Zierpflanzen und Baumschulware produziert. Diese Fläche verteilt sich auf rund 200 Baumschulen und etwa 630 Produzenten von Blumen und Zierpflanzen. Gemessen am Produktionswert sind Beet- und Balkonpflanzen, Baumschulware und Koniferen die Hauptkulturen.
Mehr als 80 Prozent dieser Kulturen werden direkt vermarktet. Bei Blumen und Zierpflanzen gehen 35 Prozent dieser Direktvermarktung an den Einzelhandel und Floristen. Bei Baumschulware werden 48 Prozent an den Einzelhandel sowie an Landschaftsgärtnereien geliefert.
Im Rahmen einer eintägigen Exkursion erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Bandbreite des österreichischen Gartenbaus. Besucht wurden Stauden- und Einzelhandelsgärtnereien, eine Baumschule sowie die permanente Gartenausstellung der Gärten Tulln.
