Vielfältige Innovationen aus Holz im Detail
Ein Beispiel für innovative Entwicklungen war ein vier Meter langer Abschnitt einer Holzleitplanke für den Straßenbau. Diese wurde vom Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) als Alternative zu Metallleitplanken entwickelt. Des Weiteren wurde eine Modellkonstruktion einer Hauswand in Holzrahmenbauweise vorgestellt. Die mit Lärchenholz verkleidete Außenfassade gab den Blick auf Holzfaserdämmelemente frei, die herkömmliche Dämmstoffe ersetzen können. Integrierte Installationskanäle für die Stromversorgung verdeutlichten den Fortschritt in der Vorfertigung von Holzbauten.
Der Gebäudebereich gilt als einer der größten Ressourcenverbraucher. Angesichts der politischen Ziele im Wohnungsbau und der notwendigen Gebäudesanierung ist die Materialwahl entscheidend für das Erreichen der Klimaziele. Pflanzliche Baustoffe wie Holz, Stroh, schnellwachsende Faserpflanzen oder Pflanzen aus wiedervernässten Moorböden (Paludikulturen) gewinnen in diesem Kontext an Bedeutung.
Holz als Klimaschützer und weitere Themen der FNR
Diese Produkte speichern Kohlenstoff über lange Zeiträume, den die Pflanzen während ihres Wachstums der Atmosphäre als CO2 entzogen haben. Neben der Produktschau informierte die FNR in Halle 27 auch über nachhaltige Forstwirtschaft, Spielzeug aus Biokunststoffen und die Vergärung von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen.
Weitere Informationen zu nachwachsenden Rohstoffen bot die FNR in Halle 23a im Ausstellungsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dort wurden die Themen Torfersatz und Wald behandelt. Die FNR gab Hinweise zum Ersatz von Torf in Blumenerden und zu den Förderkonditionen sowie der Antragstellung im Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ des BMEL. Dieses Programm unterstützt Waldbesitzer bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit ihrer Wälder gegen die Folgen des Klimawandels.
