Strategische Neuausrichtung und Verkaufsdetails
Die Terex Corporation hat eine Vereinbarung zum Verkauf ihrer Atlas Heavy Construction-Unternehmen bekannt gegeben. Die Transaktion umfasst Standorte in Ganderkesee, Delmenhorst (Lkw-Ladekrane) und Vechta (Komponenten) in Deutschland. Ebenfalls Teil des Verkaufs sind eine Vertriebsniederlassung in Bradford, England, sowie die Minderheitsbeteiligung von Terex am chinesischen Atlas Joint Venture.
Die Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht, jedoch wird die Veräußerung durch einen Kapitaltransfer unterstützt. Der Abschluss der Transaktion, die noch von den Aufsichtsbehörden geprüft werden muss, wird für das zweite Quartal 2010 erwartet.
Hintergrund der Veräußerung
Der Verkauf der Atlas-Unternehmen ist ein wichtiger Schritt im Sinne der strategischen Neuausrichtung von Terex. Wir haben Atlas im Jahr 2001 mit der Absicht übernommen, einen qualitativ hochwertigen Standardbagger in einem global wettbewerbsfähigen Baumaschinenportfolio zu positionieren. Ziel unserer Strategie war die Weiterentwicklung des regional gut aufgestellten Atlasbaggers - wir sind jedoch, aus unterschiedlichen Gründen, nie in der Lage gewesen, die für einen Erfolg erforderlichen Kostenvorteile zu erzielen. Trotz Restrukturierung ist unter den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen 2009 ein operativer Verlust in Höhe von USD 61 Mio. entstanden - bei einem Umsatz von USD 194 Mio. Zwei Drittel dieses Verlustes sind Construction-Produkten zuzuschreiben.
Zu den Produktlinien, die den Besitzer wechseln, gehören Raupen-, Mobil- und Zweiwegebagger, Lkw-Ladekrane sowie Materialumschlagmaschinen der Marke Terex Atlas. Auch das in England ansässige Vertriebszentrum für Lkw-Ladekrane, Terex Atlas UK, ist Teil der Veräußerung.
Die Atlas-Unternehmen sind dem Terex Construction Segment zugeordnet, mit Ausnahme der Lkw-Ladekrane, die zum Terex Cranes Bereich gehören. Nicht von der Vereinbarung betroffen sind die in Deutschland gefertigten Terex Compact-Maschinen, darunter Mini-, Midibagger und Kompaktradlader, sowie die Terex Fuchs Materialumschlagmaschinen. Diese verbleiben im Terex Construction Segment. Ebenfalls ausgenommen sind die in Großbritannien hergestellten Produkte wie knickgelenkte und starre Muldenkipper und Baggerlader.
Die rund 800 Mitarbeiter in Deutschland und Großbritannien werden von der neuen Eigentümerin übernommen.