UBA-Studie skizziert Weg zum treibhausgasneutralen Deutschland

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Eine neue Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt auf, wie Deutschland bis 2050 treibhausgasneutral werden kann. Sie beleuchtet die notwendigen technologischen und ökonomischen Veränderungen für eine kohlenstoffarme Wirtschaft.

Ambitionierte Klimaziele für eine nachhaltige Zukunft

Die Reduktion von Treibhausgasemissionen ist eine dringende Notwendigkeit, wie der aktuelle Bericht des Weltklimarats aufzeigt. Ohne ambitionierte und rasch wirksame Klimaschutzmaßnahmen könnten die negativen Risiken des Klimawandels kaum abgewehrt werden, insbesondere wenn in den kommenden zehn Jahren keine deutlichen Minderungen erfolgen.

Ein tiefgreifender technologischer, ökonomischer und institutioneller Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ist erforderlich. Die Studie "Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050" des Umweltbundesamtes (UBA) beleuchtet, wie dieser Wandel gestaltet werden könnte.

Ein treibhausgasneutrales Deutschland mit einem jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von einer Tonne CO2-Äquivalenten im Jahr 2050, also eine Minderung um 95 Prozent gegenüber 1990, ist nach allem, was wir derzeit wissen, möglich. Thomas Holzmann, amtierender Präsident des UBA.

Die Begrenzung der vom Menschen verursachten Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius würde die potenziellen Folgen und Risiken des Klimawandels zwar nicht vollständig abwenden, aber deren Kontrolle erleichtern. Bereits ein Anstieg um ein Grad Celsius könnte kritische Auswirkungen haben, insbesondere für die ärmsten Länder. Je schneller der Ausstoß von Treibhausgasen sinkt, desto geringer sind die gesellschaftlichen Kosten, die durch gravierende Klimaänderungen entstehen können.

Der dritte Teil des fünften Weltklimaberichts bestätigt die Notwendigkeit umfassender Emissionsminderungen. Das UBA hat in seiner Studie "Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050" detailliert untersucht, wie eine umfassende und schnelle Emissionsminderung in allen relevanten Wirtschafts- und Lebensbereichen für den Industriestandort Deutschland umgesetzt werden kann.

Wir wissen, dass weltweit eine Transformationen der Energie- und Produktionssysteme notwendig ist. Mit dieser Studie zeigen wir, dass es prinzipiell technisch machbar ist, auch als Industriestaat wie Deutschland fast treibhausgasneutral zu werden. Wir können im Jahr 2050 mit einer regenerativen Energieversorgung weiter ein leistungsstarker, energieeffizienter Industriesstandort sein. Thomas Holzmann.

Die Energieversorgung, einschließlich des Verkehrs, ist in Deutschland für über 80 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das UBA-Szenario für 2050 setzt primär auf Wind- und Solarenergie. Die Nutzung von Anbaubiomasse wird nicht als zukunftsfähig erachtet; stattdessen empfiehlt das UBA Biomassen aus Abfall und Reststoffen, die nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen.

Neben der Integration erneuerbarer Energien und der Förderung von Technikinnovationen, kommt es kurz- und mittelfristig darauf an, mehr Anreize zur Gebäudesanierung zu schaffen und die Emissionszertifikate zu begrenzen. Thomas Holzmann.

Die Studie des UBA legt Kriterien für eine dauerhaft umweltfreundliche und sozial gerechte Energieversorgung zugrunde. Dies soll Konflikte mit anderen gesellschaftlichen Bereichen vermeiden und die Umsetzung sowie den Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen erleichtern. Alle Effekte der Energieversorgung müssen umwelt-, klima- und gesundheitsverträglich sein. Dies schließt die dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid unter der Erde sowie Kohle- und Atomenergie aus.

Energiedienstleistungen müssen zudem zu vertretbaren volkswirtschaftlichen Kosten für jeden bezahlbar und zugänglich sein. Dies beinhaltet die Berücksichtigung externer Kosten, die derzeit von der Allgemeinheit getragen werden, wie die Klimawirkungen fossiler Rohstoffe. Der Abbau klimaschädlicher Subventionen für fossile Energieträger sollte national und international konsequent angegangen werden.

Neben der Minderung von Klimagasen gehört auch die Anpassung an den Klimawandel zu einem umfassenden Klimaschutz, um dessen Risiken effektiv zu reduzieren. Das UBA empfiehlt, anspruchsvolle Minderungsziele zu verfolgen und sich gleichzeitig auf unvermeidbare Klimaänderungen einzustellen. Bund und Länder haben bereits Anpassungsstrategien und Aktionspläne entwickelt und mit der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen begonnen.

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