Aufwertung von Magerrasen und Extensivgrünland im Landkreis Mühldorf am Inn
Im Landkreis Mühldorf am Inn wurde das Biodiversitätsprojekt „Blühendes Inntal“ ins Leben gerufen. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf Magerrasen und Extensivgrünland zwischen Mühldorf am Inn und Gars. Dies betrifft beispielsweise Arten wie die Schlingnatter und die Rispen-Flockenblume.
„Wir geben heute den Startschuss für das erste Extensivwiesenprojekt in Oberbayern. Die Mühldorfer Landschaft wird damit ökologisch erheblich aufgewertet. Davon profitieren Natur, Landschaftsbild und Tourismus.“
Das Projekt strebt die Entwicklung eines Biotopverbundsystems aus artenreichen Magerrasen und Extensivgrünland an. Es ist Teil der Biodiversitätsstrategie, die darauf abzielt, die Naturschätze der bayerischen Heimat zu erhalten. Das Inntal spielt dabei eine besondere Rolle als biologische Lebensader für den Biotopverbund Alpen-Mittelgebirge. Extensivgrünland ist nicht nur für die Artenvielfalt von Bedeutung, sondern auch für den Gewässer-, Erosions- und Klimaschutz.
Maßnahmen und Finanzierung des Projekts
Im Projektgebiet sind verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung des Extensivgrünlandes vorgesehen. Dazu gehören die Sicherung und Wiederaufnahme von Mahd und Beweidung sowie eine zielorientierte Pflege zum Schutz und zur Entwicklung von Mager- und Trockenstandorten entlang der Bahnlinie Mühldorf-Gars. Auch die Sicherung der Artenvielfalt in den Kiesgruben am Mühldorfer Hart ist Teil des Vorhabens.
Das Projekt „Blühendes Inntal“ ist das zweite BayernNetzNatur-Projekt im Landkreis Mühldorf am Inn, neben dem Thalhamer Moos im Isental. Das Projektgebiet umfasst eine Fläche von 142 Quadratkilometern.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 220.000 Euro. Der Bayerische Naturschutzfonds trägt davon etwa 163.000 Euro. Der verbleibende Betrag wird je zur Hälfte vom Landkreis Mühldorf am Inn und dem Bezirk Oberbayern übernommen. Magerrasen und Extensivgrünländer zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Am Inn sind zudem bayernweit stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie der Zwergbläuling oder das Helm-Knabenkraut beheimatet.
