Naturschutz

Haus der Berge: Neues Besucherzentrum im Nationalpark Berchtesgaden

Im Nationalpark Berchtesgaden entsteht mit dem Haus der Berge ein Besucher- und Umweltbildungszentrum. Dieses Projekt soll die Faszination für die Wildnis wecken und das Bewusstsein für das Naturerbe stärken.

Einzigartiges Konzept für Umweltbildung und Naturerbe

Im Nationalpark Berchtesgaden entsteht mit dem Haus der Berge ein Besucher- und Umweltbildungszentrum. Dieses Projekt, das erstmals in Bayern ein solches Zentrum unter einem Dach vereint, soll die Faszination für die Wildnis wecken und das Bewusstsein für das Naturerbe stärken.

Das Konzept wurde von Umweltminister Dr. Markus Söder in Berchtesgaden vorgestellt. Er betonte, dass das Haus der Berge über eine reine Ausstellung hinausgehe und als „grünes Klassenzimmer“ für die Umweltbildung dienen werde.

Attraktivität und ökologischer Wert

Die neue Einrichtung soll den Besuch im Nationalpark für Einheimische, Touristen, Schulklassen und Jugendgruppen attraktiver gestalten. Der Nationalpark Berchtesgaden beherbergt über 4.000 Tier- und Pflanzenarten und leistet damit einen Beitrag zum Erhalt des bayerischen Naturerbes. Das Haus der Berge soll das Bewusstsein für den ökologischen und ökonomischen Wert der Berchtesgadener Bergwildnis fördern.

Das Projekt trägt zudem zum Strukturwandel in der Region bei. Der Freistaat Bayern stellt hierfür rund 15 Millionen Euro bereit, ergänzt durch drei Millionen Euro von der EU und eine Million Euro von Sponsoren.

Planung und Nachhaltigkeit

Der Spatenstich ist für Herbst 2010 geplant, die Fertigstellung für 2012. Die Planungen für das Informations- und Umweltzentrum schreiten zügig voran.

Deutschlands einziger Hochgebirgs-Nationalpark gewinnt mit dem 'Haus der Berge' weiter an Bedeutung.

Bei der architektonischen Gestaltung wurde Wert auf Bauökologie und Klimaschutz gelegt. Es kommen heimische Baustoffe wie Stein und Holz zum Einsatz, und der Wärmebedarf wird durch Biomasse gedeckt. Der Bau am Standort des ehemaligen Hotels Berchtesgadener Hof stellt zudem ein aktives Flächenrecycling dar.

Ausstellungskonzept

Die Ausstellung im Inneren des Hauses orientiert sich an der längsten Senkrechten der Ostalpen, die 2.300 Meter vom Grund des Königssees bis zum Watzmanngipfel misst. Besucher können die verschiedenen Lebensräume des Nationalparks erkunden:

  • Im Lebensraum Wasser besteht die Möglichkeit, den Königssee virtuell zu erkunden.
  • Der Lebensraum Wald präsentiert verschiedene Bergwaldtypen.
  • Im Lebensraum Almweiden können Besucher eine Wanderung durch die natürliche Vielfalt der Almen erleben.
  • Der Lebensraum Fels und Karst macht die ursprüngliche Naturgewalt des Gebirges erfahrbar.

09.12.2009

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