Naturschutz

Bundesregierung konterkariert Klimaschutzziele durch Stilllegung von Waldflächen

Die Stilllegung von Waldflächen gefährdet die Klimaschutzziele der Bundesregierung. Philipp zu Guttenberg kritisiert die Politik des Bundesumweltministeriums, die die Holzproduktion behindert und die nachhaltige Forstwirtschaft angreift. Dies untergräbt die Rolle des Waldes als Kohlenstoffsenke und ökologischen Rohstofflieferanten.

Kritik an Angriffen auf nachhaltige Forstwirtschaft und Privateigentum

Zu Guttenberg kritisierte zudem ein aktuelles Papier des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Dieses fordere indirekt, dass kommunale und private Waldbesitzer ihre Flächen aus der forstlichen Nutzung nehmen sollten. Dies stelle einen Angriff auf die nachhaltige Forstwirtschaft und das Eigentum dar.

Die Bundeskanzlerin hat zugesichert, dass es keine Stilllegungen im Privatwald geben wird. Die Umweltseite der Regierung bohrt diesen Konsens auf.

In einer Fachinformation des BfN zur „Naturschutz-Offensive 2020“ des Bundesumweltministeriums wird erwähnt, dass kommunale und private Waldbesitzer oft nicht bereit seien, ihre Flächen aus der forstlichen Nutzung zu nehmen. Zudem sei der Anteil des öffentlichen Waldbesitzes in einigen Bundesländern zu gering, um 10 Prozent der Flächen stillzulegen. Dies wird als Angriff auf den Privatwald und die nachhaltige Forstwirtschaft interpretiert, die sich am ökologischen Gleichgewicht der Wälder orientiert.

In Asien oder Afrika orientieren sich Ökologen und Forstwirtschaftler an unserem Nachhaltigkeitsprinzip, im Inland werden wir von der Umweltseite der Regierung ignoriert und angegriffen, weil wir nicht ins ideologische Raster passen.

Ignoranz ökologischer Leistungen und wirtschaftlicher Folgen

Die Umweltpolitik verkündet auf internationaler Ebene, Landbesitzer einzubeziehen, grenzt jedoch im Inland Flächeninhaber aus. Dies führe dazu, dass das Bundesumweltministerium die Umsetzung seiner Politik denjenigen überlasse, die weder die ökologische Verantwortung noch das finanzielle Risiko tragen müssen. Die Forstwirtschaft bilde die Basis für rund 1,3 Millionen Arbeitsplätze in der Wertschöpfungskette des Clusters Forst und Holz. Eine propagierte Wildnis würde zur Vernichtung tausender Arbeitsplätze führen.

Die 3. Bundeswaldinventur zeigt, dass bereits auf 5 Prozent der Waldfläche rund 93 Millionen ökologisch bedeutsame Bäume, 224 Millionen Kubikmeter Totholz und eine Vielzahl besonders geschützter Biotope existieren. Diese Fakten sowie das Nachhaltigkeitsprinzip im Cluster Forst und Holz würden vom BfN ignoriert.

Die „Fachinformation“ des BfN lasse die Erfahrungen der nachhaltigen Forstwirtschaft außen vor. Wer einen Wald bewirtschaftet, denke langfristig, um den Wald in gutem Zustand an die nächsten Generationen weiterzugeben. Ohne Nachhaltigkeit gebe es keine Forstwirtschaft und umgekehrt. Die Umweltseite verweigere die Anerkennung der ökologischen Leistungen der nachhaltigen Forstwirtschaft und ignoriere damit die ökologischen und sozialen Konsequenzen ihrer Politik.

15.10.2015

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