Entente Florale und die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt
Der 22. Mai ist als UN-Tag der Artenvielfalt etabliert und dient dazu, die biologische Vielfalt durch bundesweite Aktionen zu fördern. Die 2007 von der Bundesregierung beschlossene „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ umfasst einen Maßnahmenkatalog zur Sicherung und Förderung von Arten und Lebensräumen. Entente Florale Deutschland greift diese Ziele im Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ auf.
Der Wettbewerb fordert Kommunen auf, die Zielsetzungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt in ihrer Grünentwicklung zu berücksichtigen. Die Ergebnisse und Erfolge müssen im Rahmen der Bewertung durch die Wettbewerbsjury nachgewiesen werden. Bereits im Wettbewerbsjahr 2010 wurde die Förderung der biologischen Vielfalt in die Wettbewerbsstatuten aufgenommen, was zeigte, dass dieses Thema in vielen Kommunen bereits Beachtung findet.
Beispiele für Natur- und Artenschutzprojekte
Im Wettbewerbsjahr 2010 wurden die Gemeinde Muggensturm in Baden-Württemberg und die Stadt Hanau in Hessen für ihre Leistungen im Natur- und Artenschutz mit Sonderpreisen ausgezeichnet.
Muggensturm: Sicherung des Federbachbruchs
Muggensturm überzeugte durch die Sicherung und behutsame Erlebbarmachung des Naturschutzgebietes Federbachbruch. Das 42 Hektar große Gebiet war zuvor großflächig verbuscht und Gewässer verlandet. Durch die umgesetzten Maßnahmen beherbergt das Gebiet heute seltene Pflanzen- und Tierarten wie die Gelbe Schwertlilie, die Sumpfsegge, den Springfrosch und die Gelbbauchunke. Ein Amphibientunnel schützt Amphibien, insbesondere eine große Population von Springfröschen, auf ihren Laichwegen. Das Gebiet wird von den Bewohnern mit wachsendem Interesse angenommen.
Hanau: Umnutzung von Campo Pond
Die Stadt Hanau stellte die Umnutzung der ehemals militärisch genutzten Fläche „Campo Pond“ vor. Auf dem 70 Hektar großen Gelände konnten sich seltene Arten wie Silbergras, wildes Heidekraut und Echter Bauernsenf ansiedeln. Basierend auf einem Entwicklungs- und Maßnahmenkonzept wurde das Gelände behutsam entwickelt, Gehölze entfernt und Gewässer gepflegt. Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Beweidung der Flächen durch Przewalski-Pferde. Dieses Projekt erfolgte im Rahmen eines Auswilderungsprogramms in Zusammenarbeit mit dem Zoo Frankfurt, dem Tiergarten Nürnberg, dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm und weiteren Partnern. Bis zu 40 Przewalski-Pferde pflegen die weitläufigen Flächen und sind ein Anziehungspunkt für Besucher.
Bedeutung für den Wettbewerb 2012 und Partner
Das Thema biologische Vielfalt wird auch im Wettbewerb 2012 eine wichtige Rolle spielen. Der Erhalt von Arten und selten gewordenen Lebensräumen soll zu einem Anliegen möglichst vieler gemacht werden. Entente Florale bietet hierfür eine Plattform, da der Wettbewerb alle Beteiligten dazu anregt, sich für eine grüne und gesunde Umwelt einzusetzen.
Der Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ ist eine Initiative des Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG), des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Deutschen Tourismusverbandes e.V. Er wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltamtes (BMU) gefördert. Unterstützt wird der Wettbewerb zudem von den Premium-Partnern Einheitserde Werkverband mit dem Produkt „Gärtner Exklusiv Blumenerde“ und der R+V Versicherung, der Zeitschrift „Mein schöner Garten“ als Medien-Partner sowie den Partnern Wilhelm-Ley-Baumschulen, der Landgard Blumen & Pflanzen GmbH und dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF).