Auswirkungen auf den Anbau und die Versorgungssicherheit
Der befürchtete Verlust bewährter Pflanzenschutzmittel könnte Landwirten die effektive Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten bei anspruchsvollen Nutzpflanzen erschweren. Dies betrifft Kulturen wie Raps, Kartoffeln, Zwiebeln, Zuckerrüben sowie diverse Obst- und Gemüsesorten.
Neben einer stärkeren Importabhängigkeit und der Verlagerung landwirtschaftlicher Produktion in andere Weltregionen wird dies weitere, unbeabsichtigte Konsequenzen nach sich ziehen: Die Regionalität des Lebensmittelangebots schwindet, und mit längeren Transportwegen verschlechtert sich auch die Klimabilanz des Ernährungssektors.
Die Verbände befürchten, dass Landwirte den Anbau dieser Kulturen reduzieren könnten. Dies hätte eine stärkere Abhängigkeit von Lebensmittelimporten zur Folge und würde die landwirtschaftliche Produktion in andere Weltregionen verlagern. Zudem würde die Regionalität des Lebensmittelangebots abnehmen und längere Transportwege die Klimabilanz des Ernährungssektors negativ beeinflussen.
Forderungen an die Politik zur Sicherung des Pflanzenbaus
Die Verbände fordern, dass die Genehmigung von Wirkstoffen und die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln ausschließlich auf klaren wissenschaftlichen Kriterien basieren sollte. Eine Instrumentalisierung der Zulassung für agrarpolitische Ziele oder die Orientierung an „gefühlten Risiken“ wird abgelehnt.
Darüber hinaus betonen die Unterzeichner die Notwendigkeit einer konsequenteren Umsetzung der europäischen Harmonisierung der Zulassungsverfahren, wie sie in der europäischen Pflanzenschutz-Verordnung von 2009 vorgesehen ist. Dies erfordere den Verzicht auf nationale Sonderwege und die Entwicklung einer einheitlichen europäischen Pflanzenschutz-Strategie.
