Naturschutz

Verbundprojekt zur Lückenindikation im Pflanzenschutz gestartet

Ein neues Verbundvorhaben zur Schließung von Lücken bei der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln in kleinen Kulturen des Gartenbaus und der Landwirtschaft hat begonnen. Das Projekt wird vom BMELV unterstützt und ist eine Initiative von ZVG und DBV.

Aufbau und Aufgaben der Teilprojekte im Verbundvorhaben

Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Gemüsebau, Obstbau, Ackerbau, Baumschulbereich und Zierpflanzenbau werden Methoden zur Bekämpfung spezifischer Schädlinge und Schaderreger entwickelt. Das Projekt gliedert sich in mehrere Teilprojekte:

  • Das Teilprojekt „Recherchen“, angesiedelt beim Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, führt Recherchen zu Lückenindikationen durch und bereitet vorhandene Lösungen aus europäischen Mitgliedsstaaten sowie weltweit auf.
  • Das Teilprojekt „Kommunikation“, angesiedelt in der Abteilung Gartenbau des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum, erarbeitet und optimiert Verfahren für den Datentransfer und die Kommunikation zwischen Praxis, Verbänden, Industrie und EU-Gremien.
  • Das Teilprojekt „Forschung“ am Institut Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst des Julius-Kühn-Instituts untersucht die neuesten weltweiten Forschungsergebnisse auf ihre Eignung zur Schließung von Pflanzenschutzlücken. Ein Fokus liegt dabei auf nicht-chemischen Methoden und Mitteln.

Begleitender Projektbeirat zur Steuerung des Vorhabens

Am 9. Dezember fand in Bonn die erste Sitzung des Projektbeirats statt. Dieser Beirat begleitet und steuert das Modellvorhaben während seiner Laufzeit. Neben der Projektleitung und den Projektbeteiligten sind das BMELV und die Bundesanstalt für Ernährung (BLE) als Projektträger vertreten. Ebenso gehören Verbände und Organisationen zum Beirat, die ein großes Interesse an der Schließung von Pflanzenschutzlücken haben.

Dazu zählen die Fachgruppen Gemüsebau und Obstbau im Bundesausschuss Obst und Gemüse, der Bundesverband Zierpflanzen, der Bund deutscher Baumschulen, die Union zur Förderung der Öl- und Proteinpflanzen, der Deutsche Weinbauverband und der Verband Deutscher Hopfenpflanzer. Alle Beteiligten betonten die Notwendigkeit des Netzwerks und der gemeinsamen Anstrengungen zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln im Gartenbau und in der Landwirtschaft und sicherten ihre Unterstützung zu.

20.12.2013

Zurück