Bauhöfe - Baustelle

Mobile Tankanlagen im GaLaBau: Rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Vorteile

Mobile Tankanlagen bieten im Garten- und Landschaftsbau eine effiziente und sichere Lösung für die Treibstoffversorgung. Sie ermöglichen eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Betankung vor Ort und unterliegen speziellen Ausnahmeregelungen, die den Transport vereinfachen.

Effiziente Treibstoffversorgung im GaLaBau

Der Einsatz mobiler Geräte mit Verbrennungsmotor im Garten- und Landschaftsbau erfordert eine effiziente und sichere Treibstoffversorgung. Das Betanken aus Kanistern birgt Risiken wie Treibstoffverluste und Umweltbelastungen. Mobile Tankanlagen bieten hier eine Lösung, um den Tankvorgang vor Ort sicherer, umweltfreundlicher und wirtschaftlicher zu gestalten.

Der Umgang mit Treib- und Brennstoffen ist gesetzlich geregelt, unter anderem durch das ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße) und die Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSBE) sowie das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG). Für mobile Tankanlagen existieren jedoch Ausnahmeregelungen, die bei Einhaltung bestimmter Bedingungen Freistellungen von Auflagen ermöglichen.

Der Umwelt- und Logistikspezialist Cemo aus Weinstadt bietet hierfür Lösungen an, die sowohl für Diesel- als auch für Vergaserkraftstoff geeignet sind und die Bauartzulassung erfüllen. Anwender müssen jedoch die Voraussetzungen für eine kostenoptimierte Betankung vor Ort kennen und einhalten.

Rechtliche Einordnung und Freistellungen

Im rechtlichen Sinne existieren nach der Gefahrgutverordnung keine "mobilen Tankanlagen". Es handelt sich vielmehr um sogenannte Großpackmittel (IBC), die für die Beförderung und Lagerung gefährlicher Güter eingesetzt werden. Die maximale Gebindegröße ist auf 3.000 Liter begrenzt. Ein IBC gilt somit als Stückgut.

Eine wesentliche Erleichterung bietet die "Freistellung in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung nach Unterabschnitt 1.1.3.1c ADR", auch bekannt als "Handwerker-Regelung". Werden die dort genannten Freistellungsvoraussetzungen beachtet, ist die mobile Tankanlage komplett gefahrgutrechtlich freigestellt. Gemäß RSEB1-5.1 der Richtlinien zur Durchführung der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt sind Lieferungen bis zu 450 Liter von den Vorschriften der ADR befreit. Dies ermöglicht den Transport von bis zu 450 Litern für den direkten Verbrauch, beispielsweise im PKW, ohne besondere Kennzeichnung direkt zur Maschine.

Praxisgerechte und gesetzeskonforme Anwendung

Die Vorteile mobiler Tankanlagen erstrecken sich auf verschiedene Bereiche, vom Transport von Diesel für die Landwirtschaft bis zur Benzinzweitaktmischung für Motorsägen im Forst. Auch Garten- und Landschaftsbau sowie Handwerksbetriebe profitieren beim Nachtanken von Motorgeräten oder Dampfstrahlern. Selbst auf Baustellen ist ein flexibler Kraftstoffnachschub per IBC-Tankstelle gewährleistet.

Für die zulässige Nutzung sind folgende Punkte zu beachten:

  • Handelt es sich um Lieferungen in Verbindung mit der Haupttätigkeit?
  • Liegt die Menge unter der 450-Liter-Grenze?
  • Wird die "1.000 Punkte"-Regelung nach ADR eingehalten (1.000 Punkte entsprechen 1.000 Liter Diesel oder 333 Liter Benzin)?
  • Sind Maßnahmen getroffen, die ein Freiwerden des Inhalts unter normalen Bedingungen ausschließen, wie dichte, unbeschädigte Umschließung und Verschlüsse der Verpackungen?
  • Ist für ausreichende Ladungssicherheit gesorgt und haften keine gefährlichen Rückstände am Gebinde?
  • Dient der Transport ausschließlich dem direkten Verbrauch in Geräten vor Ort?

Werden diese Kriterien erfüllt, gelten die vereinfachten Regeln. Mobile Tankanlagen unterliegen zudem Vorschriften bezüglich Zulassung (bauartgeprüfte Verpackung) und Prüfungen. IBC für Gefahrguttransporte müssen regelmäßig durch eine von der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung) anerkannte Inspektionsstelle geprüft werden. Sachkundigen- und Sachverständigenprüfungen sind jeweils nach 2,5 und 5 Jahren ab Herstellungsdatum erforderlich.

Der Behälterspezialist bietet für diese wiederkehrenden Prüfungen Inspektionsvereinbarungen an. Mobile Tankanlagen für den Direktverbrauch vor Ort sparen Zeit und Kosten. Der saubere Zapfvorgang per Schlauch und Zapfpistole schont die Umwelt und stellt eine wirtschaftliche Alternative zu Tankstellenfahrten dar.

Cemo: Lösungen für Transport und Lagerung

Cemo ist ein Hersteller von GFK-Produkten und Anbieter von Lösungen in den Bereichen Lagern, Verteilen und sicherem Handhaben. Das Unternehmen bietet eine Produktpalette für verschiedene Branchen an, ergänzt durch Dienstleistungen und praxisorientierte Beratungen. Als Anbieter von gesetzeskonformen Komplettsystemen für Eigenverbrauchstankstellen bietet Cemo auch Lösungen zur Lagerung wassergefährdender Stoffe.

Weitere Bereiche des Unternehmens umfassen Heizöltanks und Wärmespeicher für regenerative Energie, Winterdienstequipment wie Streugutbehälter und Streuwagen sowie Transport- und Lagerbehälter für Bau- und Landwirtschaft.

17.02.2011

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Chemowerk GmbH

In den Backenländern
71384Weinstadt-Strümpfelbach
Deutschland

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Fax:+49 (0) 71 51 96 36 98

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