Wetterextreme und ihre Auswirkungen auf die Vogelwelt
Unsere Vögel sind bei Dauerregen weniger aktiv. Wird ihr Gefieder nass, kühlen sie schneller aus und brauchen mehr Energie, um die nass-kalte Zeit zu überstehen. Hält der Regen über Tage an, kann das vor allem im Winter ein Problem sein. Durch die Überschwemmungen ist viel Boden durch Wasser bedeckt, das erschwert die Nahrungssuche.
Dies erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Es sei möglich, dass sich aufgrund dieser Umstände mehr Vögel an Futterstellen versammeln. Das Beobachten und Zählen sei daher auch bei Regenwetter sinnvoll, ebenso wie das Füttern der Vögel.
Bedeutung der Datenerfassung
Die im Rahmen der Aktion gesammelten Daten liefern wichtige Erkenntnisse über die heimische Vogelwelt in städtischen und ländlichen Gebieten. Der NABU erhofft sich zudem Informationen über Wintergäste, die aus kälteren Regionen Nord- und Osteuropas nach Deutschland kommen.
Die „Stunde der Wintervögel“ wird zum 14. Mal durchgeführt und gilt als Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion. Im Vorjahr beteiligten sich knapp 100.000 Personen.
Teilnahme und Meldung der Beobachtungen
Interessierte beobachten eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder vor dem Fenster. Es wird die höchste Anzahl Vögel jeder Art notiert, die während der Beobachtungsstunde gleichzeitig gesichtet wurde.
Die Meldung der Beobachtungen ist bis zum 15. Januar online oder über die App „NABU Vogelwelt“ möglich. Zusätzlich steht am 6. und 7. Januar von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Telefonnummer 0800-1157-115 zur Verfügung. Für Kinder bietet die NAJU vom 8. bis 12. Januar 2024 die „Schulstunde der Wintervögel“ an, um heimische Wintervögel kennenzulernen und zu zählen.
