Optimierte Produktionsabläufe und verbesserte Ergonomie
Im Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge beginnen 2016 die Montagearbeiten auf zwei neuen Bandabschnitten. Diese ersetzen die bisherigen Montagelinien 7 und 8. Für den Umbau sind rund 200 Beschäftigte von Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie 300 externe Mitarbeiter im Einsatz. Sie errichten 44 neue Arbeitsbereiche, sogenannte Montagetakte.
Die insgesamt 308 Meter langen Produktionslinien werden im neuen Jahr von etwa 180 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb genutzt. Dort werden unter anderem das Frontend, bestehend aus Kühler, Scheinwerfern und Stoßstange, für den neuen Transporter montiert sowie Kraftstoff und Bremsflüssigkeit eingefüllt.
Ergonomie und Technik im Fokus
Eine wesentliche Neuerung an den Bandabschnitten sind die individuell höhenverstellbaren Hängebahnen, die die Fahrzeuge durch die Montage führen. Diese Technik soll leise, flexibel und ergonomisch sein und die Mitarbeiter entlasten. Zusätzlich kommen sogenannte Mitfahrbänder zum Einsatz, die ebenfalls die Arbeitsbedingungen unter ergonomischen Gesichtspunkten verbessern sollen.
Im Werk wird zudem eine neue, automatisierte Türenfördertechnik installiert. Thomas Hahlbohm, Leiter Standortplanung und Werktechnik bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, äußerte sich zu den Maßnahmen:
Wir nutzen die produktionsfreie Zeit intensiv für größere Umbauarbeiten, um den Betriebsablauf nicht zu stören. So können die Mitarbeiter gleich zu Beginn des neuen Jahres mit der Produktion auf optimierten Linien beginnen.
Auch Fertigungsleiter Joachim Butzlaff betonte die Bedeutung der Neuerungen:
Durch die neuen Maßnahmen sichern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, die Produktionstechnik wird auch im internationalen Vergleich auf höchstes Level gehoben. Gleichzeitig haben wir die Ergonomie erheblich verbessert. Sie ist Grundlage für das Erreichen von neuen Qualitäts- und Produktionszielen.
Vorbereitung der Mitarbeiter und Gesamtprojekt
Die Mitarbeiter wurden in den Monaten vor dem Umbau in Workshops auf die neue Technik und den Einsatz an den neuen Bandabschnitten vorbereitet. Die Schulungen fanden direkt an den Linien statt, um die neuen Arbeitsschritte unter realen Bedingungen zu erläutern und zu proben.
Die Modernisierungsarbeiten zum Jahresende sind Teil des Gesamtprojekts „Neue Zukunftsfähige Montage“ (NZM) am Standort Hannover. Dieses mehrstufige Umbauprogramm begann bereits 2013 und soll voraussichtlich 2018 abgeschlossen sein. Im Rahmen des Projekts wird die gesamte Montage, die rund 2.800 Mitarbeiter betrifft, auf einer Fläche von etwa 30.000 Quadratmetern grundlegend erneuert. Dabei werden alte Anlagen abgerissen, Böden und Decken erneuert. Insgesamt werden 3.750 Tonnen Beton und 5.000 Tonnen Stahl verbaut, um Abläufe zu optimieren und Prozesse produktiver zu gestalten.
