Spannender Wettkampf der Baumaschinenprofis in Alicante
Das Finale der besten europäischen Baumaschinenfahrer fand in diesem Jahr in Alicante, Spanien, statt. Der Austragungsort war der Hafen von Alicante, der gleichzeitig Startpunkt des Volvo Ocean Race 2011–2012 war. Die qualifizierten Fahrer hatten die Möglichkeit, dem Auftakt dieser Hochseeregatta beizuwohnen.
Das Volvo Ocean Race gilt als eine der anspruchsvollsten Hochseeregatten weltweit. Während der neunmonatigen Regatta legen die Teams insgesamt 39.270 Seemeilen zurück. Die elfköpfigen Profi-Crews sind dabei extremen Bedingungen ausgesetzt, darunter fehlende Frischkost, Temperaturschwankungen von minus 5 bis plus 40 Grad Celsius sowie Hunger und Schlafmangel. Die Regatta wird mit Booten des Typs Volvo Open 70 ausgetragen, die den Weltrekord für Einrumpfboote mit 596 Seemeilen in 24 Stunden halten.
Wettkampf der Baumaschinenprofis
Insgesamt 22 Baumaschinenfahrer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Spanien traten in Alicante an. Sie hatten sich zuvor in nationalen Ausscheidungswettkämpfen qualifiziert und kämpften nun um den Titel des europäischen Baumaschinen-Champions. Die Teilnehmer wurden mit der neuesten Technik von Volvo-Baumaschinen konfrontiert.
Überraschend setzte sich der Belgier Yves Jans durch und verwies den Vorjahressieger Othmar Pletzer aus Österreich auf den zweiten Platz. Martin Moser, ebenfalls aus Österreich, erreichte den dritten Rang. Bester deutscher Teilnehmer war Mario Schröder auf dem fünften Platz.
Anspruchsvolle Disziplinen im Steinbruch und Race Village
Die Organisatoren stellten den Baumaschinenfahrern im CEMEX-Steinbruch in Alicante mehrere Aufgaben. Das Aufwärmprogramm umfasste das Ziehen eines Halbkreises mit dem Löffel eines Baggerladers BL71B. Dabei mussten die Stützen heruntergefahren und die Schaufel des Frontladers auf den Boden gesenkt werden. Anschließend war ein Pylon mit der Klappschaufel aufzunehmen und auf einen anderen Pylon zu stülpen. Fehler führten zu einer Zeitstrafe von zehn Sekunden.
Die erste Wettkampfdisziplin begann mit einem Raupenbagger EC250D. Die elektronische Zeitmessung wurde durch den Löffel ausgelöst. Drei Baseball-Bälle, die auf Röhren platziert waren, mussten mit einer am Löffel befestigten Vorrichtung aufgenommen und einzeln auf drei weitere Stangen abgelegt werden. Für jeden verlorenen Ball gab es 20 Strafsekunden.
Die zweite Disziplin erforderte den Einsatz eines Radladers L110G. Von der Startposition aus musste eine Schaufel aufgenommen und ein enger Parcours absolviert werden. Vorgaben waren eine Schaufelhöhe von 80 Zentimetern und die Nutzung der Joystick-Steuerung. Berührungen von Pylonen oder herunterfallende Golfbälle führten zu fünf Strafsekunden.
Die abschließende dritte Disziplin fand im Volvo Ocean Race Village im Hafen von Alicante statt. Mit einem Kompaktbagger EC18C mussten sechs Badeenten aus einem Wasserbecken gefischt und in einem separaten Pool abgelegt werden. Die Zeit wurde beim Losfahren durch eine Lichtschranke ausgelöst. Wurden innerhalb von drei Minuten keine oder nur eine Ente gefischt, erhielten die Finalisten eine Endzeit von drei Minuten.
Endergebnis des europäischen Finales 2011
| Vorname | Name | Land | Gesamtzeit | Platz |
|---|---|---|---|---|
| Yves | Jans | Belgien | 6:37,87 min | 1 |
| Othmar | Pletzer | Österreich | 7:10,06 min | 2 |
| Martin | Moser | Österreich | 7:45,89 min | 3 |
| Robert | Bekink | Niederlande | 7:50,65 min | 4 |
| Mario | Schröder | Deutschland | 7:53,08 min | 5 |
| Joris | Roebben | Belgien | 7:55,95 min | 6 |
| Claus | Zerner | Deutschland | 8:05,80 min | 7 |
| Ueli | Hunziker | Schweiz | 8:06,81 min | 8 |
| Marcel | Hirter | Schweiz | 8:10.41 min | 9 |
| Arnold | Roeters | Niederlande | 8:15,30 min | 10 |
| Michel | Lebrun | Luxemburg | 8:21,29 min | 11 |
| Johannes | Hagen | Österreich | 8:26,26 min | 12 |
| Jan | Baldus | Deutschland | 8:29,86 min | 13 |
| Danny | Hennen | Belgien | 8:30,04 min | 14 |
| Mike | Feldsien | Deutschland | 8:56,66 min | 15 |
| Thorsten | Mueller | Deutschland | 9:09,82 min | 16 |
| Piet | Maljaars | Niederlande | 9:39,25 min | 17 |
| Rainer | Zant | Deutschland | 9:42,43 min | 18 |
| Frank | Buegler | Deutschland | 10:24,57 min | 19 |
| Jürg | Cabalzar | Schweiz | 10:32,56 min | 20 |
| Lukas | Gobeli | Schweiz | 10:53,13 min | 21 |
| Julio | Ros | Spanien | 12:08,33 min | 22 |
Die Finalisten konnten am Folgetag die Verbindung von Sport, Abenteuer und Technologie beim Volvo Ocean Race erleben. Yves Jans erhielt die Möglichkeit, beim In-Port-Race auf dem französischen Boot Groupama an Bord zu gehen, während die anderen Finalisten das Rennen von einem Charterboot aus verfolgten.
Das Team Abu Dhabi mit Steuermann Ian Walker gewann das erste In-Port-Race vor Alicante. Die weiteren Platzierungen waren Puma Ocean Race (USA), Camper (NZL), Sanya (CHN), Groupama (FRA) und Telefónica (SPA).
Die außergewöhnliche Kombination von Volvo Ocean Race und Finale der besten europäischen Baumaschinenfahrer ist eine extrem gute Investition, was Medienpräsenz, Markensichtbarkeit und Popularität des Fahrerclubs betrifft.
Dies erklärte Thorsten Poszwa, Manager Marketing & Communications der Volvo CE Germany GmbH.
