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Gartentrends auf der Landesgartenschau Höxter: Vom Hochbeet bis zum Outdoor-Wohnzimmer

Die Landesgartenschau 2023 in Höxter zeigt acht Hausgarten-Beispiele, die aktuelle Gartentrends aufgreifen. Von Hochbeeten über Outdoor-Küchen bis hin zu japanischen Gärten – Besucher erhalten vielfältige Anregungen für die eigene Gartengestaltung. Die Verträge mit den beteiligten Garten- und Landschaftsbaubetrieben wurden unterzeichnet.

Vielfältige Inspirationen für den eigenen Garten

Die Landesgartenschau 2023 in Höxter präsentiert aktuelle Gartentrends anhand von acht Hausgarten-Beispielen. Diese Gärten, die auf einer Fläche von 2.200 Quadratmetern entlang der Stadtmauer entstehen, sollen Besuchern Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens bieten. Die Verträge mit den beteiligten Garten- und Landschaftsbaubetrieben aus der Region wurden kürzlich unterzeichnet.

Ein Beispiel ist ein Gemüsegarten mit Hochbeeten aus Eichenbalken und einer Outdoor-Küche. Dieser Entwurf sieht auch eine Bienenweide vor. Frank Schröder von GaLaBau Lippe aus Lage, dessen Team an mehreren Gartenschau-Baustellen aktiv ist, beobachtet einen Trend zu Pools, großen Grills und zur Selbstversorgung im eigenen Garten. Er plant zudem, Methoden zur natürlichen Schädlingsbekämpfung zu demonstrieren, etwa durch die Pflanzung von Tagetes zwischen Kohlköpfen.

Drei Unternehmen aus dem Kreis Höxter – Kreative Gärten aus Bad Driburg, Georg Tegetmeier aus Brakel und Michael Pöhler aus Bad Driburg-Reelsen – gestalten einen gemeinsamen Hausgarten. Christian Böhner von Kreative Gärten kündigt ein Wasserelement sowie eine modellierte Landschaft mit verschiedenen Höhen, Formgehölzen, Stauden und Gräsern an, die eine harmonische Einheit bilden sollen. Michael Pöhler betont, dass der gemeinsame Auftritt auch der Kundengewinnung und der Werbung für den Berufsstand dient.

Die Branche verzeichnet derzeit eine hohe Auftragslage, jedoch einen Mangel an Fachkräften. LGS-Geschäftsführer Jan Sommer erwägt daher, das Thema Nachwuchswerbung für den Garten- und Landschaftsbau auf der Landesgartenschau aufzugreifen, beispielsweise durch einen „Tag der grünen Berufe“.

Studierende der Landschaftsarchitektur der Hochschule in Höxter sind ebenfalls an einem der Galeriegärten beteiligt, der von der Firma Gerber aus Exertal umgesetzt wird. Dieser sogenannte Phasengarten soll die Entstehung eines Gartens als Prozess darstellen – von der Idee über die Planung bis zur schrittweisen Umsetzung. Thomas Gerber erklärt, dass dadurch auch die Kostenstruktur eines Gartens für die Besucher transparenter gemacht werden soll.

Rainer Stolle aus Lichtenfels-Sachsenberg plant ein „Wohnzimmer im Freien“, das Energie aktivieren und Entspannung fördern soll. Landschaftsarchitektin Barbara Sörries-Herrnkind erwähnt die mögliche Integration eines Tiny-Hauses mit Dachbegrünung als Gartenbüro. Hans-Joachim Kleimann aus Herford wird einen japanischen Garten mit Bonsais und asiatischen Gehölzen präsentieren.

Die Schaugärten auf dem Wall werden von einem Holzsteg gerahmt. Zusätzlich wird der Landschaftsgärtnertreff des Verbandes für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL NRW) auf dem Wall angesiedelt sein. Lisa Jung, Referentin des Verbandes, erklärt, dass dort Themen wie Sicht- und Lärmschutz im Garten behandelt werden, unter anderem durch die Demonstration vertikaler Begrünung. Ein weiterer Galeriegarten ist der Gewinner-Garten des „Green Mix Garden“-Wettbewerbs des Bundes deutscher Landschaftsarchitekten, der von zwei Studentinnen der Technischen Hochschule OWL in Höxter entwickelt wurde und vermeintliches Unkraut in Szene setzt.

Karl Jänike, Geschäftsführer der LAGL NW e.V. und Referent für Landschaftsgärtnerische Fachgebiete beim VGL NRW, hebt die Bedeutung der Hausgarten-Beispiele für private Besucher hervor. Helmut Rüskamp, Vorstand der LAGL NW, betonte anlässlich der Vertragsunterzeichnung die umfassende Umgestaltung der Stadt Höxter im Zuge der Landesgartenschau.

15.03.2022

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