Naturschutz

Klimakonferenz in Marrakesch: Umsetzung des Pariser Abkommens im Fokus

Die 22. UN-Klimakonferenz in Marrakesch ist beendet. Vertreter aus über 190 Staaten berieten über die Umsetzung des Weltklimaabkommens. Die nächste Konferenz findet 2017 in Bonn statt.

Ergebnisse der COP 22 und Ausblick auf die Zukunft des Klimaschutzes

Die 22. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP 22) in Marrakesch ist nach zweiwöchigen Verhandlungen beendet worden. Unter dem Motto „Action and Implementation“ berieten Vertreter aus über 190 Staaten über die Umsetzung des Weltklimaabkommens, das bereits am 4. November 2016 in Kraft getreten war.

Die nächste Klimakonferenz wird 2017 unter der Präsidentschaft von Fidschi in Bonn, dem Sitz der UN-Klimarahmenkonvention, stattfinden.

Die Weltklimakonferenz war eine Konferenz des Tuns. Sie hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Wir haben den Rückenwind der letzten Monate genutzt und wichtige Weichen für die zügige und ambitionierte Verwirklichung des Paris-Abkommens gestellt. Die in Paris beschlossene Transformation hin zu einer klimaverträglichen Welt ist in vollem Gange und nicht mehr zu stoppen. Klimaschutz ist längst zum Jobmotor und Garanten für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung geworden. Mit engagierten Städten und Kommunen treten auch neue Akteure im internationalen Klimaschutz in Erscheinung, die uns helfen werden, die globale Klimawende weiter zu beschleunigen.

Im Mittelpunkt der Gespräche und Veranstaltungen der COP 22 stand der Dialog über konkrete Maßnahmen und Projekte zur Umsetzung des Pariser Abkommens. Deutschland präsentierte als erster Staat den „Klimaschutzplan 2050“, eine Langfriststrategie zur Erreichung weitgehender Treibhausgasneutralität bis 2050. Auch die USA, Mexiko und Kanada legten ihre Klimaschutzpläne zur Dekarbonisierung ihrer Volkswirtschaften vor.

Positive Resonanz erhielt die von Deutschland und Marokko initiierte „NDC-Partnerschaft“. Diese Umsetzungspartnerschaft soll Länder des Südens bei der Realisierung ihrer nationalen Klimaziele unterstützen und den Willen zu koordinierten Klimaschutzmaßnahmen unterstreichen. Mehr als 40 Länder und zahlreiche internationale Organisationen sind der Partnerschaft bereits beigetreten.

Die multilateralen Verhandlungen befassten sich mit der weiteren Ausgestaltung der Ziele des Pariser Abkommens. Dazu gehören die Minderung von Treibhausgasen, die Anpassung an den Klimawandel und die Klimafinanzierung. Die Staaten diskutierten unter anderem, wie nationale Klimaschutzbeiträge einheitlich bewertet und verglichen werden können. Die Industrieländer bekräftigten ihr Ziel, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar an Klimafinanzierung bereitzustellen, und beschlossen weitere Schritte dazu.

Deutschland hat den Anpassungsfonds mit 50 Millionen Euro gestärkt und weitere 25 Millionen Euro für Anpassungsmaßnahmen bereitgestellt. Der Fonds finanziert konkrete Maßnahmen in Regionen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind.

Nach einem Beschluss der COP 22 wird die nächste Klimakonferenz unter der Präsidentschaft von Fidschi in Bonn stattfinden.

Ich freue mich, dass Fidschi die Präsidentschaft für die nächste Klimakonferenz übernehmen und die COP 23 im nächsten Jahr in Bonn stattfinden wird. Gerne unterstützen wir Fidschi, um auch die nächste Konferenz zu einem Erfolg für den internationalen Klimaschutz zu machen. Der UN-Standort Bonn wird ein guter Gastgeber sein.

19.11.2016

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