Warum UV-Schutz im GaLaBau so wichtig ist
UV-Strahlung stellt den häufigsten krebserregenden Risikofaktor für europäische Arbeitnehmer dar, wie eine aktuelle Studie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zeigt. Besonders betroffen sind dabei sogenannte Outdoor-Worker, zu denen in Deutschland schätzungsweise 7,2 Millionen Menschen zählen. Angesichts dieser Zahlen gewinnt die Prävention im Garten- und Landschaftsbau zunehmend an Bedeutung.
Bereits im Frühjahr ist der Einsatz professioneller UV-Schutzmittel für Berufstätige im Freien essenziell. Die Stärke der ultravioletten Strahlung nimmt in dieser Jahreszeit deutlich zu. Allein auf die Monate April und Mai entfällt ein Viertel der jährlichen UV-Bestrahlung. Daher gilt die Faustregel, dass ein konsequenter Schutz von Ostern bis Oktober erforderlich ist.
Der Klimawandel verstärkt die Gefahr, an weißem Hautkrebs zu erkranken. Mehr Sonnentage, Niedrigozonereignisse und eine längere Aufenthaltsdauer im Freien tragen dazu bei, dass die Haut länger und intensiver UV-Strahlen ausgesetzt ist. Diese können das Erbgut der Hautzellen schädigen und zur Entstehung von Krebszellen führen. Für Outdoor-Worker ist das Risiko besonders hoch, weshalb weißer Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom) und seine Vorstufen (aktinische Keratosen) seit 2015 als Berufskrankheit anerkannt werden können.
Arbeitgeber sind für die Bereitstellung geeigneter UV-Schutzmittel verantwortlich. Für den beruflichen und regelmäßigen Gebrauch sind Produkte erforderlich, die sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlen schützen und einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufweisen. Ein Beispiel hierfür ist die parfümfreie Sonnenschutzcreme Physio UV 30 Sun, die wasserfest ist. Für Tätigkeiten mit intensiverer Sonnenexposition, wie sie beispielsweise bei Dachdeckern vorkommen, eignen sich Produkte mit höherem Schutz, wie das wasserfeste und parfümfreie Physio UV 50 Spray oder die Lotion Greven UV TEC 50 mit Lichtschutzfaktor 50.
Neben dem UV-Schutz gewinnt auch der Insektenschutz an Bedeutung. Der Klimawandel fördert die Ausbreitung exotischer Mückenarten, die Krankheitserreger wie Zika-, Chikungunya-, West-Nil- oder Dengue-Viren übertragen können. Insekten- und Zeckenschutzsprays, wie Myxal Insect Protect, wehren Insekten und Zecken über deren Geruchssinn ab. Dabei wird der haut- und materialverträgliche Wirkstoff Icaridin eingesetzt.
Von Kombi-Produkten, die sowohl UV- als auch Insektenschutz bieten, wird im professionellen Bereich abgeraten.
Im Profi-Bereich sollte man keine Kompromisse eingehen. Kombiprodukte sind daher nicht zu empfehlen.
