Beetpflanzen und Gehölze

Der Garten im Winter: Strukturen, Farben und neue Perspektiven

Der Winter verwandelt den Garten in eine Bühne für Strukturen und Farben. Gehölze zeigen klare Silhouetten, während Stauden und Gräser mit Rot- und Goldtönen Akzente setzen. Besonders an frostigen Morgen entfaltet der winterliche Garten einen einzigartigen Zauber.

Die Natur im Winter: Ruhe und Anpassung

In Mitteleuropa sind die Jahreszeiten ausgeprägt, und die Natur hat sich darauf eingestellt. Der Laubfall im Spätherbst ist eine natürliche Frostschutzmaßnahme, die zudem ein Farbspektakel bietet. Der Neuaustrieb im Frühling markiert die Rückkehr der Farben und eine Veränderung der Umwelt, eine Folge dieser Anpassung.

Wir orientieren uns in der Gartenplanung und auch in der Gartenpflege an der Natur. Der Winter ist eine Phase der Ruhe und Erholung. Das gilt sowohl für den Garten als auch für die Menschen, die ihn nutzen.

Dies erklärt Uschi App vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). Für die Gestaltung bedeutet dies, dass die durch den Laubfall entstehenden Durchblicke und Perspektiven berücksichtigt werden. Zudem rücken bestimmte Gartenbereiche oder Pflanzen, die im Frühling und Sommer weniger Aufmerksamkeit erhalten, nun in den Fokus.

Attraktive Pflanzen und Elemente für die kalte Jahreszeit

Das Angebot an Pflanzen, die auch im Winter attraktiv sind, ist vielfältig. Besonders Gehölze prägen die vierte Jahreszeit. Uschi App vom BGL betont:

Die Tatsache, dass viele Pflanzen im Winter kahl sind, führt dazu, dass die Immergrünen jetzt besonders auffallen. Eiben oder andere Koniferen eignen sich außerdem besonders für einen Formschnitt und sind auch deshalb beliebte Wintergarten-Skulpturen.

Experten empfehlen zudem fruchttragende oder winterblühende Gehölze, um Akzente im Vorgarten oder vor Fenstern zu setzen. Pflanzen mit bizarrem Wuchs, wie die Korkenzieherhasel (Corylus avellana ‘Contorta’), bieten ebenfalls besonderen Wintercharme. Ähnliches gilt für die farbigen Zweige verschiedener Hartriegel-Sorten (Cornus), die im Winter sichtbar werden, da sie nicht vom Laub verdeckt sind. Eine Buchenhecke (Fagus) behält ihr rotbraunes Laub bis zum Neuaustrieb im Frühjahr und bietet auch im Winter Sichtschutz.

Architektonische Elemente wie Wegeführungen, Pavillons, Staketenzäune oder Gartenskulpturen tragen ebenfalls zur Wintergestaltung bei. Uschi App vom BGL rät zudem zu Zwiebelblumen für die Beete, um das neue Jahr frühzeitig einzuläuten. Schneeglöckchen und Krokusse blühen je nach Witterung bereits im Februar, gefolgt von Narzissen und frühen Tulpen, bevor der Garten in frischem Grün erwacht.

Kleine Freuden und Entdeckungen im Wintergarten

Ein Gartenspaziergang im Winter kann zur Ruhe führen und Details sowie kleine Veränderungen offenbaren. Selbst bei frostigen Temperaturen zeigen sich Spuren von Leben. Einige Winterblüher überraschen mit intensivem Blütenduft, andere bieten Wintervögeln Nahrung und Schutz. Spuren im Schnee belegen, dass nicht alle Lebewesen im Winterschlaf sind. Solche Beobachtungen können neue Ideen für die Weiterentwicklung des Gartens inspirieren.

17.12.2023

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