Naturschutz

Vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos in Bayern abgeschlossen

Die vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos in Bayern ist abgeschlossen. Ziel ist eine Minderung der Hochwasserschäden durch angepasste Strategien der Vorsorge, Bewältigung und Nachsorge.

Ergebnisse der Risikobewertung und Gefahrenschwerpunkte

Die vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos in Bayern ist abgeschlossen. Dies wurde anlässlich der Übermittlung der entsprechenden Daten an Bund und EU-Kommission bekannt gegeben.

Wir wollen die Gefahr von Hochwasserschäden weiter verringern. Die vorläufige Risikobewertung ist dabei ein wichtiger Schritt.

Ziel ist eine Minderung der Hochwasserschäden durch angepasste Strategien der Vorsorge, Bewältigung und Nachsorge.

Hochwasserrisikoprävention muss bei den Risikoschwerpunkten ansetzen. Wir müssen dort handeln, wo ein Hochwasserrisiko für die Bevölkerung am größten ist. Über die Art der Maßnahmen wird vor Ort entschieden.

Im Rahmen der vorläufigen Risikobewertung wurden hochwassergefährdete Flächen mit Landnutzungsdaten verschnitten. Dabei wurden die Auswirkungen auf Mensch, Umwelt, Kulturgüter und Wirtschaft bewertet. Ein besonderes Risiko besteht nicht nur an den größeren Gewässern Bayerns sowie am Bodensee und Tegernsee, sondern auch an einigen kleineren Gewässern, an denen in der Vergangenheit vermehrt Hochwasserschäden auftraten.

Auch an Gewässern ohne festgestelltes besonderes Hochwasserrisiko kann es zu lokal starken Betroffenheiten durch Hochwasserereignisse kommen. Das Schadenspotenzial ist hier jedoch insgesamt geringer.

Maßnahmen und Zeitplan zur Risikoreduzierung

Das Hochwasserrisikomanagement ist Teil der vorausschauenden bayerischen Klimapolitik. Bereits im Jahr 2001 wurde das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020 mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Euro aufgelegt. In Bayern gibt es über 100.000 Kilometer Gewässer. An etwa 7.650 Gewässerkilometern, was 8 Prozent der bayerischen Gewässer entspricht, besteht ein besonderes Hochwasserrisiko.

Für diese Bereiche werden nun entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des Bundes bis Ende 2013 durch das Landesamt für Umwelt Gefahren- und Risikokarten erstellt. Anschließend sollen geeignete Maßnahmen zur Reduzierung des Hochwasserrisikos entwickelt werden. Darüber hinaus müssen an allen Risikogewässern die Überschwemmungsgebiete bis Ende 2013 vorläufig gesichert werden, sofern dies noch nicht geschehen ist. Bezugspunkt hierfür ist ein Hochwasser, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren auftritt.

30.05.2012

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