Internationale Klimaschutzinitiative fördert Waldschutzprojekte

Naturschutz

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMU) unterstützt weltweit Projekte zum Schutz und Wiederaufbau von Wäldern. Vier neue Förderprojekte in Asien, Afrika und Südamerika wurden mit 25 Millionen Euro angekündigt, um Klimaschutz, Biodiversität und lokale Gemeinschaften zu stärken.

Neue Projekte zur Stärkung des globalen Waldschutzes

Wälder und weitere Ökosysteme sind für den Klimaschutz von großer Bedeutung. Das Bundesumweltministerium (BMU) unterstützt daher über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) weltweit Projekte zum Schutz und Wiederaufbau von Wäldern.

Zur Weltklimakonferenz in Kattowitz wurden vier neue Förderprojekte und Maßnahmen in Asien, Afrika und Südamerika mit einem Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro angekündigt.

Investitionen in den Schutz oder den Wiederaufbau von Wäldern zahlen sich dreifach aus: für den Klimaschutz, für die biologische Vielfalt und für die Menschen, die vor Ort vom Wald leben. Darum fördern wir weltweit den Waldschutz als wichtigen Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen.

Ab Dezember 2018 wird in Kenia ein Projekt zur Wiederherstellung von Wald- und Mangrovenökosystemen gefördert. Diese Ökosysteme dienen als Kohlenstoffsenken und Biodiversitäts-Hotspots an den Küsten. Der WWF erhält hierfür knapp 3 Millionen Euro. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden und Interessenvertretern durchgeführt und zielt darauf ab, das nachhaltige Ressourcenmanagement zu stärken.

In Kolumbien werden 5,2 Millionen Euro aus IKI-Mitteln zur Walderhaltung und zur Umsetzung der nationalen Waldklima-Strategie bereitgestellt. Das Projekt des International Center for Tropical Agriculture (CIAT) konzentriert sich auf die Entwaldungsfront in kürzlich befriedeten Gebieten. Es entwickelt nachhaltige Agrar- und Rinderhaltungssysteme mit höherer Flächenproduktivität, um den Nutzungsdruck auf Naturwälder zu senken und die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern.

Im zentralen Hochland Vietnams soll ein Projekt mit rund 1,7 Millionen Euro IKI-Mitteln die Klimafolgen des Kaffeeanbaus verbessern. Ziel ist es, den Kaffeeanbau ertragreicher zu gestalten, um eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Flächen im Biosphärenreservat Lang Biang zu vermeiden. Das Projekt soll auch indigene Völker erreichen, die bisher von Zertifizierungsangeboten für nachhaltigen Kaffeeanbau ausgeschlossen waren. Dieses Vorhaben ist Teil von Vietnams nationalem Klimaschutzbeitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen.

Das BMU plant zudem, dem bei der Weltbank angesiedelten German Single-Donor (GSD) Trust Fund weitere 15 Millionen Euro aus IKI-Mitteln zur Verfügung zu stellen. Diese Mittel sollen Waldschutzmaßnahmen in afrikanischen Staaten ermöglichen. Zwischen 2008 und 2017 hat das Bundesumweltministerium über die IKI insgesamt 378 Millionen Euro in den Erhalt natürlicher Kohlenstoffsenken wie Wälder und Moore investiert.

Hintergrund der Initiativen

Ziele zum Wiederaufbau von Wäldern und zur Reduzierung von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung sind in vielen nationalen Klimaschutzbeiträgen (NDCs) verankert. Sie beziehen sich auf das REDD+ Rahmenwerk, das unter der Klimarahmenkonvention verabschiedet wurde. Einige Länder orientieren sich zudem an der 2011 vom Bundesumweltministerium initiierten Bonn Challenge für einen globalen Waldwiederaufbau.

Nichtstaatliche Akteure, indigene Völker und Unternehmen können zum Wiederaufbau von Wäldern und zur Schaffung entwaldungsfreier Lieferketten beitragen. Diese Themen werden auf dem Global Landscape Forum (GLF) am UN-Standort Bonn diskutiert.

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