Naturschutz

DBU Naturerbe GmbH übernimmt Flächen in der Wahner Heide

Die DBU Naturerbe GmbH hat den Notarvertrag zur Übernahme von DBU-Naturerbeflächen in der Wahner Heide geschlossen. Die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wird Naturschutzmaßnahmen auf der 2.213 Hektar großen Fläche verantworten.

Vertragsabschluss und Flächenübertragung in der Wahner Heide

Die DBU Naturerbe GmbH hat den Notarvertrag zur Übernahme des Eigentums an den DBU-Naturerbeflächen in der Wahner Heide geschlossen. Die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern die Naturschutzmaßnahmen auf der 2.213 Hektar großen Fläche verantworten.

Ein Großteil der Wahner Heide, rund 1.800 Hektar, wurde bereits übertragen. Restflächen, wie die ehemalige belgische Kaserne Camp Altenrath, sollen nach Abschluss der Rückbaumaßnahmen voraussichtlich im kommenden Frühjahr folgen. Zuvor war die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Eigentümerin der Flächen.

Mit Unterzeichnung des Schenkungsvertrages übernehmen wir die wichtige Aufgabe, das ehemalige militärische Sperrgebiet dauerhaft für den Naturschutz zu sichern und die Bedeutung des Nationalen Naturerbes der Bevölkerung näher zu bringen.

Dies betonte Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Geschäftsführer der DBU Naturerbe GmbH.

Bedeutung für die Region und Besucherinformation

Die Wahner Heide hat aufgrund ihrer Lage im Ballungsraum Köln-Bonn eine herausragende Bedeutung. Josef Feldmann, Justitiar der Stiftung und Prokurist der DBU Naturerbe GmbH, wies darauf hin, dass etwa 1,3 Millionen Menschen von diesem „Grünen Schatz“ profitieren.

Besucher können sich künftig in vier Eingangsportalen – Turmhof, Burg Wissem, Steinhaus und Gut Leidenhausen – über das Nationale Naturerbe in der Wahner Heide sowie bundesweit informieren. Feldmann ergänzte, dass die Begeisterung für die Natur und die Förderung eines nachhaltigen Umweltbewusstseins Teil des Auftrags sei. Die DBU unterstützte die interaktiven Ausstellungen in den Portalen mit rund 300.000 Euro.

Landschaftsvielfalt und Artenreichtum

Die DBU-Naturerbefläche Wahner Heide zeichnet sich durch eine hohe landschaftliche Vielfalt aus. Das Gebiet wird von großflächigen Heiden, Sandtrockenrasen und Mooren mit kleineren Stillgewässern sowie Birken-Eichen- und Eichen-Buchenwäldern geprägt. Im Übergang zum Bergischen Land dominieren Buchenwälder.

Im Südosten schließen sich Teile der Aggeraue mit Altwässern, Erlen-Eschen- und Weidenwäldern, Eichen-Eschen-Ulmenwäldern sowie Flachlandmähwiesen an. Seltene Vogelarten wie Neuntöter, Schwarzkehlchen und Bekassine finden in den lichten, altholzreichen Wäldern und Heidelandschaften wertvolle Lebensräume.

Organisation und Betreuung vor Ort

Die Mitarbeiter des Bundesforstes, insbesondere Revierleiter Florian Zieseniß, bleiben Ansprechpartner vor Ort. Die DBU Naturerbe GmbH wird sich gemeinsam mit dem Förster und verschiedenen Interessengruppen für Naturschutz und die Vermittlung eines positiven Naturbewusstseins einsetzen. Dr. Christoph Abs ist als Flächenbetreuer der DBU Naturerbe GmbH für die Naturerbefläche Wahner Heide zuständig.

Teil des Nationalen Naturerbes

Die Wahner Heide ist eine von insgesamt 49 bedeutenden Naturerbeflächen in Deutschland, die die DBU Naturerbe GmbH seit 2009 schrittweise vom Bund übernimmt. Dies basiert auf Rahmenverträgen mit der BImA aus den Jahren 2008 und 2013, die insgesamt rund 60.000 Hektar in neun Bundesländern umfassen.

Ziel ist es, offene Lebensräume mit seltenen Arten durch gezielte Pflege zu erhalten, naturnahe Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff zu Wildnis zu entwickeln, artenarme Forste in naturnahe Wälder zu überführen sowie Feuchtgebiete und Gewässer ökologisch aufzuwerten oder zu bewahren.

09.08.2013

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