DBU fordert entschlossenes Handeln zum Schutz der Biodiversität

Umweltschutz und Entsorgung

Auf der „Expo der Vielfalt“ fordert die DBU konsequenten Artenschutz. Angesichts rasantem Artensterben und Flächenverbrauch wächst der Druck auf die internationale Politik, Biodiversität wirksam zu sichern.

Internationaler Appell erhöht Druck auf Politik zum Schutz der Artenvielfalt

Zur Eröffnung der „Expo der Vielfalt“ in Bonn hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die internationale Staatengemeinschaft zu konsequentem Handeln im Artenschutz aufgefordert. Im Rahmen der UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt richtet sich der Appell an Delegierte aus 191 Ländern.

DBU-Kuratoriumsvorsitzender Hubert Weinzierl machte deutlich, dass der Schutz der biologischen Vielfalt eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaft und Umwelt darstellt.

„Jetzt wird sich zeigen, ob die Weltgemeinschaft tatsächlich ihre elementarste Grundlage bewahrt: den unschätzbaren Wert ihrer Natur mit ihrer reichen Artenvielfalt. Klappt das nicht, steht die Glaubwürdigkeit der Delegierten aus 191 Ländern auf der Roten Liste.“

Artensterben erreicht kritisches Ausmaß

Das weltweite Artensterben schreitet in einem bislang nicht gekannten Tempo voran. Nach aktuellen Einschätzungen liegt die Rate des Artenverlusts etwa hundertmal höher als im natürlichen Evolutionsprozess.

Ursachen sind insbesondere die Zerstörung von Lebensräumen, etwa durch Abholzung von Wäldern, Übernutzung von Ressourcen und steigenden Flächenverbrauch. Auch der Klimawandel verstärkt diese Entwicklung zusätzlich.

„Kurz: unser Konsumverhalten und Lebensstil.“

Allein in Deutschland werden täglich große Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzt. Weltweit schreitet die Entwaldung in erheblichem Umfang voran, was die Lebensgrundlagen zahlreicher Arten gefährdet.

Naturschutz als zentrale Klimaschutzmaßnahme

Intakte Ökosysteme spielen eine entscheidende Rolle im Klimaschutz. Wälder und Moore speichern große Mengen Kohlendioxid und tragen damit zur Stabilisierung des Klimas bei.

„Wir müssen Naturflächen bewahren und Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt verbessern. Nur so kann auch der Klimawandel aufgehalten werden. Naturschutz gehört zu unseren wichtigsten Klimaschutzmaßnahmen!“

Die DBU engagiert sich seit Jahren aktiv im Naturschutz und hat seit ihrer Gründung zahlreiche Projekte gefördert. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Sicherung wertvoller Flächen für den langfristigen Erhalt der Biodiversität.

Sicherung wertvoller Naturflächen

Mit der Übernahme von 46.380 Hektar ehemals militärisch genutzter Flächen als Nationales Naturerbe erweitert die DBU ihr Engagement. Diese Gebiete bieten aufgrund ihrer ungestörten Entwicklung wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Die Flächen sollen gezielt entwickelt werden, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Dabei stehen insbesondere spezialisierte und bedrohte Arten im Fokus.

Internationale Plattform für Austausch und Information

Die „Expo der Vielfalt“ begleitet die UN-Konferenz mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Über 200 Aussteller aus fünf Kontinenten präsentieren Projekte, Forschungsergebnisse und Initiativen rund um den Schutz der biologischen Vielfalt.

Fachvorträge, Diskussionsrunden und Ausstellungen bieten sowohl Fachpublikum als auch interessierten Besuchern Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Naturschutz.

Die Veranstaltung unterstreicht die globale Bedeutung des Themas und verdeutlicht den Handlungsdruck für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Weitere Informationen:

DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt

An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Deutschland

Tel.: 0541 9633-0
Fax: 0541 9633-190

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