Naturschutz

IPCC-Sonderbericht: Klimawandel erfordert dringendes Handeln

Ein neuer IPCC-Sonderbericht warnt vor den Risiken globaler Erwärmung. Bereits bei 1,5 Grad Celsius sind erhebliche Klimafolgen zu erwarten. Bundesministerinnen betonen die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen, um die internationalen Ziele zu erreichen.

Dringende Klimaschutzmaßnahmen zur Begrenzung der globalen Erwärmung

Der aktuelle IPCC-Sonderbericht, der in Incheon/Korea veröffentlicht wurde, beleuchtet die Risiken globaler Erwärmung. Bereits bei einem Anstieg von 1,5 Grad Celsius sind weltweit erhebliche Klimafolgen zu erwarten. Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betonen die Dringlichkeit der Klimaschutzmaßnahmen, die sich aus dem wissenschaftlichen Bericht ergeben.

Die globale Erwärmung liegt derzeit bei etwa 1 Grad Celsius. Die aktuellen Klimaschutzanstrengungen reichen laut Bericht nicht aus, um die internationalen Klimaziele zu erreichen. Im Pariser Klimaabkommen von 2015 wurde vereinbart, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst unter 1,5 Grad Celsius, zu begrenzen.

Wir dürfen beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren. Das ist die Kernbotschaft des Berichts. Die nächsten Jahre sind entscheidend, damit unser Planet nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Dafür trägt gerade unsere Generation eine herausragende Verantwortung. Wir müssen den Abschied von Kohle, Öl und Gas hinbekommen. Jede vermiedene Tonne CO2, jedes vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung zählt. Dieser Umbau bringt viele Veränderungen mit sich und die große Chance, unsere Wirtschaft zukunftsfähiger und unsere Gesellschaft lebenswerter zu machen.
Der Bericht zeigt: Der Klimawandel stellt uns als Gesellschaft in Deutschland, aber auch weltweit vor große Herausforderungen. Wir brauchen starke Beiträge aus der Forschung und müssen das Potenzial der Wissenschaft noch stärker ausschöpfen, um ihn in den Griff zu bekommen. Gute Ideen aus der Forschung und ein entschlossenes Handeln von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft können die notwendigen Veränderungen voranbringen. Diese müssen den Klimawandel mindern, gleichzeitig sozialverträglich gelingen und Innovationsschübe für die Wirtschaft liefern.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Risiken für Natur und Mensch zwischen 1,5 Grad Celsius und 2 Grad Celsius globaler Erwärmung stärker ansteigen als bisher angenommen. Eine Zunahme von Extremereignissen ist zu erwarten. Dazu gehören verstärkte Hitzewellen, häufigere Starkregenereignisse und in einigen Regionen extreme Dürren. Besonders bedroht sind sensible Ökosysteme wie tropische Korallenriffe und die Arktis.

Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, sind weltweit radikale Reduzierungen der Treibhausgasemissionen erforderlich, um bis zur Mitte des Jahrhunderts CO2-Neutralität zu erzielen. Bei den derzeitigen Emissionsraten würde die Marke von 1,5 Grad Celsius bereits in den 2040er Jahren überschritten werden.

08.10.2018

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