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Rasenpflege bei Trockenheit: Strategien für den GaLaBau

Langanhaltende Trockenheit belastet Rasenflächen erheblich. Gezielte Pflegemaßnahmen sind entscheidend, um den Rasen gesund zu erhalten. Dieser Artikel beleuchtet effektive Strategien für den GaLaBau, die über das bloße Bewässern hinausgehen.

Optimale Bewässerung und Bodenvorbereitung bei Trockenheit

Bei Trockenheit ist eine gezielte Bewässerung notwendig, um den Wasserhaushalt des Rasens auszugleichen. Die Bewässerung sollte bevorzugt am Tagesrand erfolgen, um Verdunstungsverluste zu minimieren und die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Eine Faustregel besagt, die Grasnarbe etwa eine Handbreit tief zu durchnässen, was einem Wasserbedarf von 10 bis 20 Litern pro Quadratmeter entspricht. Die Bewässerung sollte bedarfsgerecht erfolgen, da Pflanzen bei knapper Wasserversorgung tiefere Wurzeln bilden, um Trockenperioden besser zu überstehen. Bei übermäßiger Wasserzufuhr entfällt dieser Anpassungseffekt.

Um die Effizienz der Beregnung zu steigern und horizontalen Wasserabfluss zu verhindern, ist die Bodenbearbeitung entscheidend. Eine Anbaumaschine mit Stachelwalze kann hier eingesetzt werden. Das Kombigerät Terra Float von Wiedenmann ermöglicht das Igeln, Aerifizieren und Nachsäen. Für eine optimale Wirkung werden mindestens 500 Löcher pro Quadratmeter empfohlen; die Terra Float erreicht bis zu 1500 Löcher. Bei der Verwendung von Vollspoons sollte eine Arbeitstiefe von 2 cm eingehalten werden, um die Oberflächenspannung des Bodens zu reduzieren und den Rasen moderat zu belasten. Vom Aerifizieren mit gröberen Werkzeugen wird abgeraten, da dies die Verdunstungsrate erhöhen kann. Punktuelles Nacharbeiten, beispielsweise auf Kuppen oder in Kombination mit Top-Dress-Gaben, kann ebenfalls sinnvoll sein.

Angepasstes Mähregime und Nährstoffversorgung für widerstandsfähigen Rasen

Ein striktes Mähregime trägt zur Widerstandsfähigkeit des Rasens bei. Regelmäßiges Mähen fördert eine dichtere Grasnarbe. Während längerer Trockenperioden kann es vorteilhaft sein, die Schnitthöhe anzuheben. Dies ermöglicht eine bessere Beschattung der Gräser untereinander und stellt mehr Blattmasse für die Photosynthese bereit.

Gelegentliches Vertikutieren ist ebenfalls angezeigt, um abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen, die unnötig Wasser an der Oberfläche speichern könnten. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung durch Düngung ist wichtig, um den Nährstoffhaushalt im grünen Bereich zu halten. Dabei gilt der Ansatz, lieber häufiger und in geringeren Mengen zu düngen, um unschöne Wuchsschübe zu vermeiden.

05.09.2022

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