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Geschmack mit Knack! Der Startschuss für die Apfelernte 2022 ist gefallen

Mit dem Start der Apfelernte kommen erste frühe Sorten in den Handel. Heimische Äpfel punkten in dieser Saison mit guten Zuckerwerten, kurzen Wegen, moderner Lagertechnik und großer Sortenvielfalt.

Apfelernte startet mit süßen Aussichten

Mit dem Ende des Sommers beginnt in Deutschland die neue Apfelsaison. Erste frühe Sorten sind bereits im Handel, in Kürze startet auch die Ernte der lagerfähigen Sorten. Die hohen Temperaturen des Sommers haben für höhere Zuckerwerte gesorgt und lassen besonders süße Früchte erwarten.

Für den Gartenbau und den professionellen Obstbau ist das ein positives Signal. Der Apfel bleibt das wichtigste Obst im deutschen Markt und profitiert von einer starken heimischen Produktion, kurzen Wegen und moderner Lagertechnik.

Lange Tradition im deutschen Apfelanbau

Der Apfelanbau hat hierzulande eine lange Geschichte. In einigen Regionen reicht sie bis ins achte Jahrhundert zurück, als vor allem in Klöstern bereits fundiertes Wissen über den Anbau vorhanden war. Auch gesetzliche Vorgaben trugen früh zur Verbreitung von Obstbäumen bei: 1582 verpflichtete Kurfürst August von Sachsen Ehepaare dazu, jeweils zwei Obstbäume im Garten zu pflanzen.

Aus dieser langen Entwicklung ist viel Erfahrung entstanden. Deutsche Erzeuger haben über Generationen ein Gespür für qualitativ hochwertige und geschmacklich überzeugende Sorten aufgebaut. Davon profitieren heute sowohl der Handel als auch Verbraucher, die bei heimischer Ware auf Reife, Aroma und Frische setzen.

Wichtige Anbaugebiete und starke Erntemengen

Die größten Apfelanbaugebiete liegen heute in Baden-Württemberg und Niedersachsen. In Baden-Württemberg umfasst die Anbaufläche 12.106 Hektar, die Erntemenge lag bei 373.000 Tonnen gegenüber 345.000 Tonnen im Vorjahr 2020/21. Niedersachsen folgt mit 8.089 Hektar Anbaufläche und 297.000 Tonnen Ertrag nach 291.000 Tonnen im Vorjahr.

Auch Sachsen und Nordrhein-Westfalen zählen zu den bedeutenden Regionen der deutschen Apfelproduktion. Sachsen erreicht 2.277 Hektar Anbaufläche und liegt damit vor Nordrhein-Westfalen mit 2.051 Hektar. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 1.004.625 Tonnen Äpfel geerntet.

Lieblingsobst mit hoher Marktbedeutung

Der Apfel ist mit großem Abstand das Lieblingsobst der Deutschen. 87 Prozent der Verbraucher kaufen Äpfel, und jeder Privathaushalt erwarb 2021 im Durchschnitt 18,5 Kilogramm. Das entspricht rund 123 Äpfeln je Haushalt oder etwa 61 Äpfeln pro Person.

Im Handel stehen im Schnitt etwa 15 verschiedene Sorten zur Wahl. Seit Jahren führt Elstar die Rangliste der beliebtesten Äpfel an. Dahinter folgen Braeburn, Gala, Jonagold beziehungsweise Jonagored sowie Pink Lady beziehungsweise Cripps Pink.

Kurze Wege, gute Lagerung, frische Ware

Ein entscheidender Vorteil heimischer Äpfel liegt in den kurzen Transportwegen. Sie ermöglichen eine reifere Ernte und fördern damit die volle Geschmacksentwicklung. Gleichzeitig entstehen weniger CO2-Emissionen, und auch die Kosten lassen sich reduzieren.

Äpfel sind zudem gut lagerfähig. Kühl und dunkel aufbewahrt, bleiben sie lange frisch. Nach der Ernte wird ein großer Teil der Ware eingelagert. Dank moderner Kälte- und Sauerstoffregulierung können geeignete Sorten bis zu einem Jahr frisch gehalten werden. So stehen Äpfel aus deutschem Anbau das ganze Jahr über zur Verfügung.

Auch bei Verpackung und Transport setzen die Erzeuger auf schonende Verfahren. In den Produktionslinien werden die Früchte unter anderem im Wasserbad bis zur Packstation bewegt. Das verhindert Druckstellen und schützt die Schale.

Knackig und nährstoffreich

Äpfel enthalten wenig Fett, dafür viele Kohlenhydrate sowie Vitamin A, B, C und E. Ein großer Teil dieser wertvollen Inhaltsstoffe sitzt in oder direkt unter der Schale. Wer die Früchte ungeschält isst, nutzt dieses Potenzial besonders gut aus.

Zum Start der Saison setzt die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse auf Genuss und Rezeptideen. Den Auftakt macht ein exotisches Apfel-Curry mit Reisbandnudeln.

04.09.2022

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