Naturschutz, Wettbewerbe und Jubiläen

Wettbewerb „BodenWertSchätzen“ startet zur Förderung des Bodenschutzes

Der Wettbewerb „BodenWertSchätzen“ von RNE und DBU soll das Bewusstsein für den Boden als begrenzte Lebensgrundlage schärfen. Jährlich gehen weltweit 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden verloren. Innovative Ansätze zum Bodenschutz werden gesucht.

Warum Bodenschutz so wichtig ist

Gesetze und Verordnungen allein reichen oft nicht aus, um den Boden umfassend zu schützen. Es bedarf einer breiten gesellschaftlichen Beteiligung.

Wir brauchen gelebte Verantwortung für den sozial- und umweltpolitisch bewussten Umgang mit dem Boden. Denn der Boden ist Lebensraum von Mensch, Tier und Pflanzen – und zukünftiger Generationen. Dessen nachhaltige Nutzung ist das Gebot der Stunde.

Um den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs zu fördern, rückt der Wettbewerb innovative Ansätze, Projekte und Initiativen in den Fokus, die den Boden in seiner ökologischen Funktion und sozialen Bedeutung schützen, nachhaltig nutzen und damit anerkennen.

Die wertvolle Ressource Boden hat in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Ressource Energie in der öffentlichen Wahrnehmung eine untergeordnete Rolle gespielt. Das wird jedoch der elementaren Bedeutung und Wichtigkeit des Bodens für die Trinkwassergewinnung, menschliche Ernährung sowie für die Biodiversität und als Lebensraum nicht gerecht.

Ein zugebauter, geschädigter oder verschmutzter Boden benötigt länger als ein Menschenleben, um sich zu erholen. Der Wettbewerb soll dies der Öffentlichkeit bewusst machen. Bewerben können sich landwirtschaftliche Betriebe und Institutionen, Domänen, Bundesliegenschaften, Kommunen, (Berufs-)Schulen, Einrichtungen des Naturschutzes und alle weiteren Akteure, die mit Boden in Verbindung stehen.

Themenfelder und Preise des Wettbewerbs

Der Wettbewerb greift zentrale Ziele der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie auf, darunter Artenschutz, Biodiversität, Vermeidung von Flächeninanspruchnahme und nachhaltige Landbewirtschaftung. Es werden Preise im Gesamtwert von 100.000 Euro in fünf Themenfeldern vergeben:

  • Landbewirtschaftung
  • Flächenmanagement und Flächenrecycling
  • regionaler Garten- und Gemüseanbau
  • Ausgestaltung von Pachtverträgen
  • Bildung und Öffentlichkeitsarbeit

Die Vielfalt der Themenfelder unterstreicht die Notwendigkeit von Beiträgen zum Bodenschutz in unterschiedlichen Bereichen. Die Jury besteht aus Politikern und Experten aus den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft. Die öffentliche Preisverleihung findet am 8. Dezember im Rahmen der bundesweiten Veranstaltungen zum Internationalen Jahr des Bodens im DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück statt. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei, die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2015.

08.02.2015

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