DBG-Forum in Dortmund: Zukünftiges Wohnen in der Stadt

Die Grüne Stadt

Die DBG veranstaltete in Dortmund ein Forum zum Thema „Wie wollen wir morgen wohnen?“. Im Fokus standen Fragen des städtischen Wohnens, darunter die Gestaltung von Städten nach menschlichem Maßstab und die Integration von Architektur und Botanik.

DBG-Forum in Dortmund: Impulse für urbanes Wohnen

Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) veranstaltete in Dortmund ein Forum zum Thema „Wie wollen wir morgen wohnen?“. Die Veranstaltung fand in der historischen Kokerei Hansa statt, einem der fünf Zukunftsgärten der IGA Metropole Ruhr 2027.

Im Fokus standen Fragen des städtischen Wohnens, darunter die Gestaltung von Städten nach menschlichem Maßstab, das Leben auf kleinem Raum, die Sanierung bestehender Quartiere, die Integration von Architektur und Botanik sowie die grüne Zwischennutzung ehemaliger Parkhausgelände. Auch entsiegelte Flächen und begrünte Wände wurden thematisiert.

Wir konnten an die 100 Gäste begrüßen. Die Referentinnen und Referenten sowie die Talkgäste haben für spannenden fachlichen Input und Diskussion rund um das Thema ‘Wohnen‘ gesorgt. Ein Thema, das bei uns bei jeder BUGA und IGA beschäftigt.

Referenten und Diskutanten gaben Einblicke in ihre Arbeit und erörterten die Bedeutung urbanen Grüns für das künftige Wohnen in der Stadt. Dr. Ulrich Berding präsentierte sechs Beispiele aus dem Projekt „Green Urban Labs II“, die innovative Ansätze im Umgang mit städtischem Grün aufzeigen.

Carsten Gröning und Jana Röwer von Vivawest Wohnen erläuterten am Beispiel der Siedlung Bergmannsgrün in Dortmund, wie ein bestehendes Wohnquartier energetisch modernisiert und in Holzbauweise aufgestockt werden kann. Professor Ferdinand Ludwig stellte Forschungsergebnisse zur Verschmelzung von Gebäuden und Botanik vor, bei der Bäume als Bauteile fungieren, obwohl sie in anderen Zeitdimensionen wachsen als bauliche Strukturen.

David Sim fasste zusammen, was Menschen im urbanen Raum benötigen, um sich wohlzufühlen: übersichtliche, kleine Räume, Zugang zu Wasser und Zugehörigkeit zur Nachbarschaft. Er betonte, dass „kleiner Denken“ oft eine wirksame Lösung darstellt. Professor Marcus Menzl ergänzte dies mit einem Beitrag über Tiny Houses als alternative Wohnform auf kleinerem Raum.

Landschaftsarchitekt René Rheims hob die Notwendigkeit hervor, in die Jahre gekommene Quartiere zu transformieren. Dabei sieht er großes Potenzial in der Begrünung von Dächern und Fassaden.

Im Rahmen eines Town Hall Talks berichtete Birgit Niedergethmann, Leiterin des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes der Stadt Dortmund, über aktuelle Leistungen der Städte. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, sprach über die Anforderungen an Wohnraum und Grünflächen. Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA2027, und Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der DBG, erläuterten den Beitrag von Gartenschauen zur Begrünung urbaner Räume.

Besucher hatten die Möglichkeit, die Kokerei Hansa zu besichtigen und einen Einblick in den entstehenden Zukunftsgarten der IGA Metropole Ruhr 2027 zu erhalten. Dort wird unter anderem das Naherholungsgebiet Deusenberg weiterentwickelt und besser an die umliegenden Stadtviertel angebunden.

Das Forum in Dortmund war das erste von drei Foren der DBG im Rahmen der IGA Metropole Ruhr 2027. Das nächste Forum findet am 13. November 2025 im Zukunftsgarten Gelsenkirchen statt und widmet sich unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben?“ Aspekten wie Naturerfahrung, Sport und Ernährung.

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