Umfassende Neugestaltung der Wiener Fußgängerzonen
Die Fußgängerzonen rund um Kärntner Straße, Graben und Stock-im-Eisen-Platz in Wien werden umfassend neu gestaltet. Grundlage ist ein prämierter Entwurf des Architekten Clemens Kirsch. Ziel der Neugestaltung ist es, den Komfort für Fußgänger zu erhöhen und ein ansprechendes visuelles Gesamtbild zu schaffen.
Für die Oberflächengestaltung werden großformatige Granitplatten verwendet. Das Verlegemuster setzt sich aus rund 51.500 Granitplatten in verschiedenen Formaten und Farbtönen zusammen, die ein zufällig wirkendes, aber stimmiges Gesamtbild ergeben. Bei der Umsetzung der Verlegearbeiten setzen die beteiligten Betriebe auf die Technik von Probst.
Projektdetails und eingesetzte Technik
Das Projekt umfasst die Neugestaltung folgender Straßenbereiche:
- Kärntner Straße von Walfischgasse bis Stock-im-Eisen-Platz
- Marco-d´Aviano-Gasse von Kärntner Straße bis Neuer Markt
- Donnergasse von Kärntner Straße bis Neuer Markt
- Kupferschmiedgasse von Kärntner Straße bis Neuer Markt
- Stock-im-Eisen-Platz
- Graben von Kohlmarkt bis Stock-im-Eisen-Platz
- Trattnerhof von Graben bis Goldschmiedgasse
Der geplante Arbeitszeitraum erstreckt sich von Mitte Februar 2009 bis Mitte November 2009. Die Gesamtfläche beträgt rund 20.000 Quadratmeter, wofür etwa 51.500 Granitplatten benötigt werden.
Aufgrund des Zeitplans und der Anforderungen an die Verlegequalität kommen bei diesem Projekt die Verlegemaschine VM 204 ROBOTEC und die Probst Super-Jet Vakuumtechnik zum Einsatz.
Einsatz der Verlegemaschine VM 204 ROBOTEC
Die Verlegemaschine VM 204 ROBOTEC zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise aus, die dem Fahrer eine uneingeschränkte Sicht ermöglicht. Ihre Standfestigkeit und die Joystick-Steuerung erlauben ein zügiges Arbeiten auch auf engem Raum, was in der Wiener Innenstadt von Bedeutung ist.
Ein weiteres Merkmal der VM 204 ist ihr Fahrwerk mit doppelter Knicklenkung. Dieses System verhindert, dass bei Kurvenfahrten horizontale Kräfte auf frisch verlegte Flächen einwirken, da die Räder bodenschonend abrollen. Zudem sind die Radspuren vorn und hinten versetzt angeordnet, um Spurrillen bei mehrmaligem Überfahren derselben Stelle zu vermeiden.
Vakuumtechnik SH 1000 SUPER-JET und SH 1500 eW
Für das Heben der Granitplatten wird das Vakuum-Hebegerät SH 1000 SUPER-JET eingesetzt. In Kombination mit der Verlegemaschine VM 204 ermöglicht es das sichere und zügige Verlegen der Platten durch zwei Personen. Das Gerät ist für Platten bis zu 1000 kg ausgelegt.
Zusätzlich werden auf der Baustelle vier weitere Probst Vakuum-Hebegeräte vom Typ SH 1500 eW verwendet. Diese Geräte sind mit einem aufgesetzten Stromerzeuger ausgestattet und werden an LKW-Ladekränen eingesetzt. Sie ermöglichen das direkte Aufnehmen der großformatigen Platten vom LKW und deren passgenaues Verlegen, wodurch Arbeitsabläufe optimiert und Zeit sowie Personalressourcen eingespart werden.
Fazit
Die Neugestaltung der Wiener Fußgängerzonen trägt zur Attraktivität der Stadt bei. Die eingesetzte Verlegetechnik von Probst leistet einen Beitrag zur Umsetzung des Projekts.
