Regionale Zusammenarbeit für den Waldschutz in Zentralasien und im Kaukasus
Acht Länder in Zentralasien und im Kaukasus haben sich der Bonn Challenge angeschlossen. Sie wollen einen Beitrag zum Ziel leisten, bis 2020 weltweit 150 Millionen Hektar Wälder wiederaufzubauen. Mit der Astana-Resolution wurde der Wille zur regionalen Zusammenarbeit für Erhalt und Wiederaufbau von Wäldern und Waldlandschaften bekräftigt.
Offizielle Regierungsvertreter aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan trafen sich am 21. und 22. Juni 2018 zu einem regionalen Ministertreffen in Astana, Kasachstan. Dort sagten sie den Wiederaufbau von zweieinhalb Millionen Hektar Wäldern zu.
Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), eröffnete die Konferenz. Sie betonte die Bedeutung der Wälder des Kaukasus und Zentralasiens als Beispiel für den Naturreichtum der Region, der gewürdigt und geschützt werden müsse. Landdegradierung, Biodiversitätsverlust und das Management der Auswirkungen des Klimawandels seien grenzübergreifende Herausforderungen, die nur durch regionale Kooperationen bewältigt werden könnten.
Die Wälder des Kaukasus und Zentralasiens sind ein gutes Beispiel für den großen Reichtum an Naturressourcen in dieser Region, den es zu würdigen und zu schützen gilt. Landdegradierung, Biodiversitätsverlust und das Management der Auswirkungen des Klimawandels hätten grenzübergreifenden Charakter und können nur durch regionale Kooperationen bewältigt werden. Ein besonderes Gewicht legt die Bundesregierung in ihrer Zusammenarbeit mit den zentralasiatischen und kaukasischen Ländern daher auf regionale Ansätze und die Stärkung zwischenstaatlicher Kooperationen und des Austauschs. Die Bonn Challenge zum Wiederaufbau von Wäldern und Waldlandschaften bietet dafür eine ideale Plattform.
Die Ministerkonferenz in Astana wurde vom Landwirtschaftsministerium Kasachstans, der Weltnaturschutzunion IUCN und der gemeinsamen Wald- und Forst-Einheit der Wirtschaftskommission für Europa UNECE und der Welternährungsorganisation FAO organisiert.
Olga Algayerova, Exekutivsekretärin der UNECE, hob hervor, dass die Steigerung der Bemühungen um den Wiederaufbau von Wäldern entscheidend sei. Dies gelte, um die ökologischen, ökonomischen und sozialen Leistungen von Wäldern sowie deren Nutzen für das Klima nutzbar zu machen.
Die Steigerung der Bemühungen um den Wiederaufbau von Wäldern ist entscheidend, um die vielen Leistungen von Wäldern nutzbar zu machen; damit meine ich deren ökologische, ökonomische und soziale Leistungen im Großen, aber auch ihren Nutzen für das Klima. Nationale Zusagen zur Bonn Challenge und deren Umsetzung können daher die Bemühungen der Länder unterstützen, zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen unter der Agenda 2030 und anderen relevanten internationalen Verpflichtungen wie der Klimarahmenkonvention beizutragen.
Das Regionaltreffen in Kasachstan ist Teil der globalen Aktionsplattform "Bonn Challenge", die das Bundesumweltministerium 2011 initiierte. Damals einigten sich zahlreiche Länder darauf, bis 2020 weltweit 150 Millionen Hektar zerstörter Waldflächen und bis 2030 mindestens 350 Millionen Hektar degradierter und entwaldeter Landfläche wiederherzustellen.
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth bezeichnete die Bonn Challenge als die umfassendste Initiative zum Wiederaufbau von Wäldern weltweit. Sie habe seit ihrem Start vor sieben Jahren eine globale Dynamik ausgelöst.
Die Bonn Challenge ist die umfassendste Initiative zum Wiederaufbau von Wäldern weltweit. Sie hat seit ihrem Start vor sieben Jahren eine unglaubliche globale Dynamik ausgelöst. Seit heute beteiligen sich auch acht zentralasiatische Länder mit dem Wiederaufbau von über 2,5 Millionen Hektar Waldfläche. Ohne den weltweiten Wald-Aufbau können wir die Klimaziele von Paris nicht erreichen. Deshalb ist das heute in Kasachstan ein guter Tag für den ganzen Planeten.
Regionalkonferenzen zum Wiederaufbau von Wäldern im Rahmen der "Bonn Challenge" fanden bereits in Lateinamerika, Südostasien und Afrika statt. Diese Konferenzen fördern nach dem Prinzip des Voneinander-Lernens und Miteinander-Umsetzens eine neue Form multilateraler Zusammenarbeit.
