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Zeppelin Konzern schließt Geschäftsjahr 2016 mit positivem Ergebnis ab

Der Zeppelin Konzern verzeichnete 2016 einen Konzernumsatz von 2,36 Mrd. Euro und ein Konzernergebnis vor Steuern von 85,9 Mio. Euro. Alle Mitarbeiter erhalten eine Sonderprämie von bis zu 600 Euro. Strategische Geschäftseinheiten entwickelten sich positiv, und der Fokus lag auf Digitalisierung und Investitionen.

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2016: Umsatzsteigerung und Mitarbeiterprämie

Der Zeppelin Konzern hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Konzernumsatz von 2,36 Mrd. Euro abgeschlossen, was einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2,33 Mrd. Euro) entspricht. Das Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhte sich auf 85,9 Mio. Euro, nach 81,2 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund dieser Entwicklung erhalten alle Mitarbeiter eine Sonderprämie von bis zu 600 Euro.

„Durch die hervorragende Leistung unserer Mitarbeiter und die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie haben wir den Konzern auf hohem Ertragsniveau in den letzten Jahren erfolgreich weiterentwickelt, und das trotz anhaltender Krisensituation in der Ukraine und Russland“, fasst Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH, zusammen.

„2016 hat die Creditreform Rating AG die Bonitätseinstufung des Konzerns erfreulicherweise wieder auf A- bei gleichzeitig stabilem Ausblick angehoben“, ergänzt Christian Dummler, Geschäftsführer und CFO der Zeppelin GmbH.

Strategische Geschäftseinheiten mit positiver Entwicklung

Die Geschäftseinheit Baumaschinen EU verzeichnete ein erfolgreiches Jahr und konnte den Marktanteil in Europa ausbauen. In Deutschland wurden 5.700 fabrikneue und über 3.000 gebrauchte Caterpillar Maschinen verkauft. Die digitale Baumaschinentechnik, bekannt als „Smart Iron“, trug mit Geo- und Maschinendaten sowie Assistenzsystemen zur Steigerung des Kundennutzens bei. Die Geschäftseinheit Baumaschinen CIS erzielte trotz geopolitischer Konflikte ein stabiles Ergebnis und baute ihre Marktposition, insbesondere in Russland, aus. Dies wurde durch die Ausweitung von Partnerschaften im Bereich Landmaschinen und einen Großauftrag in Armenien über 65 Mio. USD unterstützt.

Die Geschäftseinheit Rental zeigte eine sehr gute Geschäftsentwicklung. Mit der Gründung der Fast Rent GmbH wurde ein neues Kundensegment erschlossen und durch die Übernahme des Vermietungsgeschäfts der STAPLER-RENT 2000 GmbH das Produktangebot erweitert. Die Einführung der Online-Miete setzte Impulse im Markt und trug zur Zukunftssicherung des Unternehmens bei. Die Geschäftseinheit Power Systems verzeichnete im Bereich Marine einen hohen Auftragseingang für Antriebseinheiten und Hilfsaggregate für Kreuzfahrtschiffe. Das Leistungsangebot wurde durch die Vertriebsrechte für Gasmotoren von Caterpillar Energy Solutions (ehemals MWM) erweitert.

Auch die Geschäftseinheit Anlagenbau entwickelte sich positiv. In Deutschland wurde der höchste Auftragseingang seit Bestehen realisiert und in Russland der bisher größte Einzelauftrag gewonnen. Im Bereich Nahrungsmittelanlagen erfolgte eine strategische Neupositionierung mit Auftragserfolgen. Die Silo-Fertigung wurde am Standort Friedrichshafen konzentriert, während die Produktion in Genk, Belgien, eingestellt wurde.

Fokus auf Digitalisierung und Investitionen

Ein strategischer Schwerpunkt des Zeppelin Konzerns lag 2016 auf der Digitalisierung. Der Ausbau bestehender Geschäftsmodelle wurde vorangetrieben, um Kunden den Online-Zugang zu Produkten und Dienstleistungen zu ermöglichen. Ein Meilenstein war die Gründung der sechsten Strategischen Geschäftseinheit Z Lab, die sich auf die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle konzentriert. Mit dem Start-up klickrent, einer Online-Sharing-Plattform für Bauequipment, wurde ein erstes digitales Produkt im Markt positioniert.

Der Zeppelin Konzern plant, in den kommenden fünf Jahren einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Digitalisierung und die Qualifizierung der Mitarbeiter zu investieren. Bis 2025 sollen 50 % des Geschäfts aus digitalen Geschäftsmodellen und Kanälen generiert werden.

Die Bonitätseinstufung des Konzerns wurde 2016 von Creditreform Rating AG von BBB+ auf A- mit stabilem Ausblick angehoben. Zudem konnte die Nettoverschuldung im Geschäftsjahr 2016 signifikant abgebaut werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen belief sich auf 230 Mio. Euro. Am Standort Achim bei Bremen wurden Lager-, Produktions- und Bürokapazitäten sowie ein Motorenprüfstand für rund 31 Mio. Euro ausgebaut. Weitere 11,6 Mio. Euro flossen in Baumaßnahmen und Grundstückserwerbe, und 15,4 Mio. Euro wurden in die Modernisierung des Fuhrparks investiert.

Nachhaltigkeit und Ausblick

Der Konzern hat mit der Erstzertifizierung des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 in Deutschland und Österreich einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit unternommen. Durch den Beitritt zum UN Global Compact unterstreicht Zeppelin sein Engagement für Menschenrechte und nachhaltige Unternehmensführung.

Für 2017 prognostiziert der Zeppelin Konzern unterschiedliche Entwicklungen in seinen Märkten. Während die Öl- und Rohstoffpreise niedrig bleiben und wenige Wachstumsimpulse im Anlagenbau in China, dem Nahen Osten, Russland und Südamerika erwartet werden, wird eine positive Entwicklung im Baumaschinenmarkt Zentraleuropas aufgrund verstärkter Infrastrukturinvestitionen und einer ausgelasteten Bauindustrie erwartet. Auch in der Vermietung von Baumaschinen und -geräten sowie bei flexiblen Baustellenlösungen rechnet der Konzern mit Wachstum. Die Sanktionen gegen Russland bieten den Bau- und Bergbaumaschinenmärkten dort kaum Wachstumsperspektiven. Zeppelin erwartet, 2017 von der Energiewende zu profitieren und sieht eine positive Absatzentwicklung bei Energieanwendungen. Eine hohe Projekttätigkeit bei Anlagen für die Herstellung von Kunststoffen sowie eine stabile Nachfrage nach Verarbeiteranlagen in den Bereichen Kunststoff, Gummi und Lebensmittel stützen die positive Auftragserwartung. Der Konzern startet mit einem historisch hohen Auftragsbestand in das Jahr 2017.

07.04.2017

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