Praktische Herausforderungen und politische Forderungen
Staatssekretärin Silvia Bender vom Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte, die Punkte des Maßnahmenpakets gemeinsam mit den Ländern zu bearbeiten. Sie verwies auf bereits umgesetzte Maßnahmen, wie die Förderung eines Moduls zur Nachhaltigkeitsbewertung im Gartenbau.
Artur Auernhammer, Gartenbauberichterstatter der CDU/CSU, betonte, dass der deutsche Gartenbau nur dann weiterhin hochwertige Erzeugnisse liefern könne, wenn Kosten und Bürokratie nicht überhandnähmen, Forschung und Ausbildung möglich blieben und unnötige Auflagen die Produktion nicht behinderten.
Reinhard Steinhilber, ein Endverkaufsgärtner, berichtete von seinen Bemühungen, seinen Betrieb energieeffizienter und nachhaltiger zu gestalten. Er wies darauf hin, dass neue Entwicklungsschritte durch bürokratische Vorgaben und lange Amtswege erschwert würden.
Frank Werner, ein Zierpflanzenproduzent, kritisierte Wettbewerbsnachteile im europäischen Vergleich. Er forderte, dass die rechtlichen Regeln innerhalb der EU 1:1 umgesetzt werden sollten und Deutschland nicht mehr von den Unternehmen verlangen dürfe, wie es beispielsweise beim Energieeffizienzgesetz der Fall sei.
Gemüseproduzent Stefan Schulz mahnte ebenfalls mehr Praktikabilität und Zuverlässigkeit bei politischen Entscheidungen an. Er betonte, dass eine pauschale Verteufelung des Pflanzenschutzes der regionalen Produktion nicht helfe und der Situation nicht gerecht werde.
