Naturschutz, Wassermanagement

Gewässerschutz im GaLaBau und privaten Umfeld

Der Welttag des Wassers rückt die globale Wasserknappheit in den Fokus. Auch in Mitteleuropa ist ein bewusster Umgang mit Wasser wichtig, da private Haushalte und Kleingewerbe oft unbewusst zur Gewässerverschmutzung beitragen. Medikamentenrückstände und Alltags-Chemikalien belasten den Wasserkreislauf.

Herausforderungen durch private Haushalte und Kleingewerbe für den Gewässerschutz

Zum Welttag des Wassers rückt die globale Wasserknappheit in den Fokus. Während in vielen Regionen der Welt die Wasserreserven schwinden und der Bedarf in Landwirtschaft und Industrie steigt, ist die Situation in Mitteleuropa durch ein gemäßigtes Klima und ausreichende Niederschläge gekennzeichnet. Dennoch ist ein bewusster Umgang mit Wasser auch hier von Bedeutung.

Die Trinkwasserversorgung erfordert einen hohen Aufwand. Wasserversorger entnehmen Proben, analysieren diese auf Verunreinigungen und filtern das Rohwasser, um die Einhaltung der Trinkwasserverordnung zu gewährleisten. In den letzten Jahrzehnten konnten Einträge aus Industrie und Landwirtschaft durch verschärfte gesetzliche Bestimmungen und Kontrollen reduziert werden. Bei Gewässerverunreinigungen drohen empfindliche Strafen.

Heute stellen private Haushalte und Kleingewerbetreibende oft die problematischeren Quellen für Gewässerverschmutzung dar. Dies geschieht häufig aus Unwissenheit oder Unachtsamkeit. Beispielsweise gelangen Medikamentenrückstände, die vom Körper nicht vollständig aufgenommen werden, in den Wasserkreislauf. Kläranlagen können diese Substanzen nicht vollständig entfernen, was zu einer Belastung für Tiere im und am Wasser führt. Daher ist ein sparsamer Umgang mit Medikamenten und deren fachgerechte Entsorgung, nicht über die Toilette, wichtig.

Untersuchungen in Kläranlagen und Gewässern weisen zudem zahlreiche Alltags-Chemikalien nach. Diese stammen unter anderem aus WC-Duftsteinen, Rohrreinigern, Wasch- und Putzmitteln, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, Kosmetika sowie aus Fassadenfarben und Holzlasuren. Hier stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit jeder Anwendung und der genauen Einhaltung von Dosieranleitungen.

Umgang mit Pflanzenschutzmitteln auf versiegelten Flächen und deren Folgen

Im Frühjahr greifen viele Hobbygärtner zur chemischen Keule, um unerwünschten Bewuchs auf Garageneinfahrten, Gehwegen oder Treppen zu entfernen. Die Anwendung von Unkrautvernichtern auf versiegelten Flächen ist jedoch verboten. Zuwiderhandlungen können hohe Geldbußen nach sich ziehen. Zudem gelangen die Wirkstoffe bei Regen in die Kanalisation, noch bevor sie biologisch abgebaut werden können. Kläranlagen können diese Substanzen nicht separieren, wodurch Flüsse und Seen belastet werden und Rückstände in der Trinkwassergewinnung auftauchen können.

Ähnliche Probleme entstehen, wenn Spritzbrühe aus legalen Anwendungen im Ausguss entsorgt oder Spritzen im Waschbecken gereinigt werden. Der Arbeitskreis Wasser und Pflanzenschutz setzt sich dafür ein, die Gewässerbelastung durch Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe aus privaten, kommunalen und gewerblichen Quellen zu reduzieren. Der Arbeitskreis, dem Vertreter der Wasserwirtschaft, der Pflanzenschutzmittel-Industrie, des Pflanzenschutz-Handels, von Ministerien, Behörden und Kammern angehören, bietet auf seiner Homepage Informationen zum ordnungsgemäßen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln im außerlandwirtschaftlichen Bereich an. Dort werden erlaubte und verbotene Praktiken erläutert sowie mechanische und thermische Alternativen vorgestellt.

15.03.2010

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