Hintergrund und Ziele des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz
Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) betont die anhaltende Notwendigkeit von Pflanzenschutzmitteln und fordert eine sachlichere Diskussion über deren Einsatz. Anlass hierfür war der Halbzeitworkshop zum Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz (NAP), der Mitte Juni 2016 in Potsdam stattfand.
Ein zentrales Ziel des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz (NAP) ist es, in mindestens 80 Prozent aller relevanten Anwendungsgebiete weiterhin den Zugang zu mindestens drei Wirkstoffen zu gewährleisten. Dieses Ziel dürfe nicht aus den Augen verloren werden.
Besondere Herausforderungen bestehen laut ZVG im Bereich der Lückenindikationen, insbesondere für den Gemüse- und Obstbau. Der Berufsstand engagiert sich daher intensiv im Verbundvorhaben Lückenindikationen, um zur Erreichung der NAP-Ziele beizutragen.
Pflanzenschutzmittel müssen immer nach dem Prinzip "so wenig wie möglich, so viel wie nötig" genutzt werden. Dies gilt auch für den Gartenbau. Bedauerlicherweise gibt es derzeit eine deutliche Schieflage hinsichtlich der Wahrnehmung von Nutzen und Risiken von Pflanzenschutzmitteln in unserer Gesellschaft. Zur Versachlichung der Diskussionen bedarf es auch im Rahmen des NAP einer intensiveren Kommunikation zum gezielten Pflanzenschutzmitteleinsatz.Bertram Fleischer, Generalsekretär des ZVG
