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Zwei GaLaBau-Betriebe für baden-württembergischen Umweltpreis nominiert

Zwei Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen, Blattwerk Gartengestaltung GmbH und Gärtnerhof Jeutter, sind für den baden-württembergischen Umweltpreis nominiert. Beide Betriebe zeichnen sich durch ihr Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz aus und setzen Maßstäbe in ihrer Branche.

Nachhaltigkeit im Fokus: Blattwerk Gartengestaltung GmbH

Die Blattwerk Gartengestaltung GmbH betrachtet Umweltschutz als zentralen Bestandteil ihrer Unternehmensphilosophie. Geschäftsführer Stefan Böhm betont, dass die Transformation betrieblicher Prozesse hin zu mehr Nachhaltigkeit auch für Betriebe mit 35 Mitarbeitenden umsetzbar ist. Das Unternehmen sieht sich als Multiplikator und engagiert sich in der Aufklärung durch Vorträge und Fachpublikationen, um die Branche für den Klimawandel zu sensibilisieren. Auch Kunden und Lieferanten werden in diese Bemühungen einbezogen.

Die von Blattwerk gestalteten Gärten tragen zum Klimaschutz im urbanen Raum bei und schaffen Lebensräume für Flora und Fauna. Sie berücksichtigen die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN, teilweise mit pädagogischen Konzepten für Spielplätze oder Kindergärten. Umweltschutz ist neben sozialen und ökonomischen Aspekten ein fester Bestandteil aller Entscheidungen. So werden beispielsweise Lieferantenbesuche mit dem Fahrrad durchgeführt.

Blattwerk strebt bis 2024 eine Reduktion der Emissionen um 15 Prozent an. Die ökologische Gartengestaltung soll dabei zum Standard werden. Stefan Böhm erklärt:

Das Wissen um den CO2-Ausstoß steigt und mittlerweile gibt es eine Liste für die verwendeten Materialien im Unternehmen. Blattwerk möchte das Thema ökologische Gartengestaltung komplett aus der Nische holen und zum Standard machen.

Das Unternehmen setzt auf standortangepasste Pflanzungen für langlebige Produkte, konsequentes Recycling und Upcycling. Zudem wird auf Kunstdünger verzichtet und der Einsatz energieaufwendig produzierter Materialien minimiert, etwa im Poolbau. Beispiele für angewandte ökologische Praktiken sind Pflasterfugenmörtel auf Leinölbasis, biologischer Pflanzenschutz und abbaubare Schnüre für Freischneider. Eine ständige Marktanalyse nach ökologischen Produkten und der Dialog mit Lieferanten gehören zum Tagesgeschäft.

Gärtnerhof Jeutter: Ganzheitlicher Ansatz im Einklang mit der Natur

Der Gärtnerhof Jeutter plant, gestaltet und baut Gärten im Einklang mit der Natur, sowohl im Privat- als auch im Gewerbekundenbereich. Martin Jeutter erläutert den ganzheitlichen Ansatz:

Natürliche Kreisläufe verstehen und den Garten entsprechend bewirtschaften ist zum Beispiel eines der Ziele bei unserer Kundenberatung.

Das Unternehmen fördert das Bewusstsein für die Natur und verbindet Biodiversität mit Ästhetik. Das Betriebsgelände verfügt über Retentionsflächen, Teiche und Zisternen. Ein öffentlich zugänglicher Wildobstpfad, dessen Früchte im Unternehmen veredelt werden, ist ebenfalls vorhanden.

Baubiologische Kriterien, Upcycling, Recycling, Regionalität, Ökologie, Biosiegel und fair gehandelte Waren spielen eine Rolle beim Materialeinsatz. Dies betrifft Baustoffe für Gärten ebenso wie Betriebskleidung, Büromaterialien und den Fuhrpark. Die fortschreitende Digitalisierung trägt zur Materialreduktion bei. Ein Hofladen bietet fair gehandelte und ökologisch produzierte Produkte sowie ein ausgewähltes Bio-Weinsortiment an.

Eine Photovoltaik-Anlage mit über 30 kWp versorgt nicht nur den Betrieb, sondern speist auch deutlich mehr Strom ins Netz ein, als verbraucht wird. Eine moderne Hackgutheizungsanlage, die mit eigenem Grünschnitt betrieben wird, ergänzt die nachhaltige Energieversorgung. Dadurch ist der Gärtnerhof Jeutter autark und versorgt zusätzlich weitere Haushalte mit Energie. Alle Neubauten entsprechen dem Passivhausstandard und bestehen aus regionalen Materialien.

Preisverleihung im Dezember: Ehrung für Umweltengagement

Insgesamt werden 6.000 Euro Preisgeld in sechs Kategorien vergeben. 53 Unternehmen und Organisationen haben sich in diesem Jahr beworben. Die Preisverleihung findet am 1. Dezember 2022 im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart statt. Umweltministerin Thekla Walker wird die Gewinner bekannt geben. Der Umweltpreis für Unternehmen wird seit 1993 verliehen.

29.09.2022

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