Die Grüne Stadt, Naturschutz

100 Millionen Euro für den Insektenschutz: Gehölze als Schlüssel zur Artenvielfalt

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) begrüßt das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ des BMU mit 100 Millionen Euro. Diese Initiative ist ein wichtiges Signal für die biologische Vielfalt. Der BdB fordert Städte und Kommunen auf, vermehrt insektenfreundliche Nährgehölze anzupflanzen.

Die Rolle von Gehölzen für Insekten und das Klima

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) begrüßt das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), das mit 100 Millionen Euro gefördert wird. Diese Initiative wird als wichtiges Signal für die biologische Vielfalt gewertet.

Damit setzt die Regierung ein klares Zeichen zur Bedeutsamkeit der biologischen Vielfalt, wenn auch keine Sekunde zu früh. Der erschreckende Rückgang der Insekten in Deutschland ist nicht länger zu ignorieren.

Angesichts des Insektenrückgangs fordert der BdB Städte und Kommunen auf, vermehrt insektenfreundliche Nährgehölze anzupflanzen. Beispiele hierfür sind Ebereschen, Linden, Esskastanien oder Eichen. Diese Gehölze bieten Insekten Nahrung und Lebensraum.

Gehölze sind nicht nur für Bienen, sondern auch für Schmetterlinge, Spinnen, Milben und Schwebfliegen von Bedeutung, da diese ebenfalls essenzielle Bestandteile ökologischer Kreisläufe sind.

In der Debatte um das Insektensterben denken viele häufig zuerst an Bienen und vergessen dabei, dass auch Schmetterlinge, Spinnen und Kleinstlebewesen wie Milben und Schwebfliegen essenzieller Baustein in ökologischen Kreisläufen und damit unersetzlich für die Natur sind.

Über den Erhalt der biologischen Vielfalt hinaus tragen gehölzbestandene Grünflächen zum Schutz vor Bodenerosion bei, verbessern die Luftqualität durch ihre Filterkapazität und mildern Temperaturextreme. Sie stellen eine natürliche Absicherung gegen Naturkatastrophen dar und sind relevant im Kontext des Klimawandels.

Die Natur selbst ist immer noch die beste Versicherung gegen Naturkatastrophen, auch in Hinblick auf den Klimawandel. Wir müssen dringend von Betonwüsten und blütenarmen Monokulturen wegkommen.

Aus Sicht der biologischen Vielfalt sind dabei möglichst große Bäume vorzuziehen.

11.10.2018

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