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Landesgartenschau Deggendorf setzt Impulse für Stadtentwicklung und Hochwasserschutz

Die Landesgartenschau Deggendorf schafft auf 17 Hektar neue Grün- und Erholungsflächen, kombiniert mit Hochwasserschutz und Infrastrukturmaßnahmen – ein nachhaltiger Impuls für Stadtentwicklung und Lebensqualität.

Großprojekt verbindet Stadtgrün, Infrastruktur und Hochwasserschutz nachhaltig

Mit der Eröffnung der Landesgartenschau in Deggendorf ist ein großflächiges Projekt zur nachhaltigen Stadt- und Freiraumentwicklung gestartet. Auf rund 17 Hektar neu gestalteter Fläche präsentiert sich ein vielseitiges Gelände mit umfangreichen Pflanzungen, Freizeitangeboten und infrastrukturellen Maßnahmen. Entlang eines etwa sechs Kilometer langen Rundwegs erschließen sich Besuchern zahlreiche Themenschwerpunkte und Aufenthaltsbereiche.

Insgesamt wurden auf rund 6.000 Quadratmetern Frühjahrs- und Sommerblumen sowie Stauden gepflanzt. Dabei kamen 416 Arten und Sorten zum Einsatz, die ein differenziertes Bild moderner Pflanzkonzepte vermitteln. Ergänzt wird das Angebot durch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit rund 3.500 Terminen über die gesamte Laufzeit von 164 Tagen.

Nachhaltige Stadtentwicklung im Fokus

Die Landesgartenschau dient nicht nur als temporäre Ausstellung, sondern setzt langfristige Impulse für die Stadtentwicklung. Dauerhafte Maßnahmen wie neue Parkanlagen, eine durchgängige Donaupromenade sowie ein neu strukturierter Festplatz prägen das Stadtbild über die Veranstaltungsdauer hinaus.

„Landesgartenschauen sind Stadtnatur pur. Durch Gartenschauen sind in Bayerns Städten bislang über 400 Hektar Grün- und Erholungsflächen entstanden.“

Auch infrastrukturelle Projekte wurden umgesetzt, darunter eine 465 Meter lange Geh- und Radwegbrücke über die Donau. Diese verbessert die Erreichbarkeit und stärkt die Verbindung zwischen den Stadtbereichen nachhaltig.

Verknüpfung von Freiraumgestaltung und Hochwasserschutz

Ein zentrales Element des Projekts ist die Kombination aus Landschaftsbau und technischem Hochwasserschutz. Über eine Länge von rund 1,7 Kilometern wurde ein neuer Deich errichtet, der die Innenstadt zur Donau hin sichert. Gleichzeitig entstand mit dem vorgelagerten Donaupark ein großzügiger Freizeit- und Erholungsraum.

„Der neue Deichgarten bietet Hochwasserschutz und grüne Erholungsflächen Hand in Hand.“

Zusätzlich wurden etwa 35 Hektar Retentionsflächen geschaffen, die im Hochwasserfall als Überflutungsraum dienen. Diese Maßnahmen zeigen exemplarisch, wie technische Anforderungen und gestalterische Qualitäten im Garten- und Landschaftsbau miteinander kombiniert werden können.

Langfristiger Nutzen für Region und Bevölkerung

Die Landesgartenschau Deggendorf wird voraussichtlich rund 700.000 Besucher anziehen und leistet gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität in der Region. Bereits seit 1980 wurden vergleichbare Projekte in Bayern mit erheblichen Mitteln gefördert und haben insgesamt über 21 Millionen Besucher erreicht.

Mit der Umsetzung in Deggendorf entsteht ein dauerhaft nutzbarer Freiraum, der ökologische, soziale und infrastrukturelle Funktionen miteinander verbindet und als Beispiel für integrierte Stadtentwicklung gilt.

28.04.2014

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