Andernach: Ein Modell für urbane Biodiversität und nachhaltige Entwicklung
Mit jeder weiteren Kommune wird unsere Gemeinschaft von Städten, Gemeinden und Landkreisen stärker. Die „Essbare Stadt Andernach“ ist ein wunderbares Beispiel, wie vielfältige Grünflächen die Attraktivität und Lebensqualität von Städten erhöhen. Das Bündnis macht die Aktivitäten seiner Mitglieder bundesweit bekannt und fördert den regen Austausch über die Handlungsmöglichkeiten von Kommunen.
Dies erklärte Jörg Sibbel, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses und Bürgermeister der Stadt Eckernförde, anlässlich des Beitritts. Andernach hat bereits Projekte zur Förderung der Biodiversität umgesetzt. Dazu zählen das Projekt „Essbare Stadt“ und die Permakultur in Andernach-Eich. Diese Initiativen wurden in Zusammenarbeit mit der Perspektive gGmbH realisiert.
Mit unserem Projekt erreichen wir gleich mehrere positive Effekte für Mensch und Natur. Wir werten mit der Anpflanzung von Obst und Gemüse Flächen auf, fördern die biologische Vielfalt und schaffen Blühräume, in denen sich Menschen und Tiere wohlfühlen. Da die Pflege der „Essbaren Stadt“ durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Perspektive gGmbh“ erfolgt – eine Gesellschaft die sich unter anderem um Wiedereingliederung vom Langzeitarbeitslosen in die Berufswelt kümmert – ist das Projekt auch sozialpolitisch wertvoll.
So Oberbürgermeister Achim Hütten. Er betont, dass vielfältige Naturräume für die gesunde Entwicklung von Kindern und die Erholung von Erwachsenen wichtig sind. Zudem tragen sie zur Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels bei.
Herausforderungen und Lösungsansätze für den Artenschutz
Trotz nationaler Bemühungen nimmt die biologische Vielfalt in Deutschland weiterhin ab. Ein Rückgang der Gesamtmenge und Artenvielfalt von Insekten führt beispielsweise zu einem Mangel an Nahrungsquellen für Vögel. Wildbienen, die für die Bestäubung von Obst- und Gemüsesorten unerlässlich sind, fehlen ebenfalls zunehmend.
Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ unterstützt Kommunen bei der Pflege innerstädtischer Grünräume. Hierfür vergibt es das Label „Stadtgrün naturnah“. Auf der Internetseite des Bündnisses sind zahlreiche Praxisbeispiele zur Förderung der biologischen Vielfalt durch Kommunen verfügbar.
