Fortschritte und Projekte im bayerischen Hochwasserschutz
Derzeit befinden sich in Bayern etwa 250 Hochwasserschutzmaßnahmen in der Umsetzung. Im Jahr 2014 konnten rund 100 Projekte abgeschlossen werden, die dem Schutz von Menschen und Sachwerten dienen. Ein Beispiel hierfür ist die Stärkung von etwa 40 Kilometern bestehender Deiche zwischen Straubing und Vilshofen durch Innendichtungen, die im Rahmen eines Sofortprogramms erfolgte. In Deggendorf wurde der Hochwasserschutz an der Donau im Zuge der Landesgartenschau verbessert und rund 35 Hektar Rückhalteflächen geschaffen.
Auch Traunstein ist nun vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt. Von den rund 12 Millionen Euro teuren Arbeiten profitieren über 550 Häuser und 50 Betriebe. Weitere große Hochwasserschutzmaßnahmen, beispielsweise in Regensburg, Kulmbach oder Miltenberg, werden aktuell intensiv vorangetrieben.
Zukünftige Investitionen und Bundesbeteiligung
Bis zum Jahr 2020 plant Bayern, weitere rund 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau des Hochwasserschutzes zu investieren. Seit 2001 wurden bereits über 1,9 Milliarden Euro eingesetzt, wodurch mehr als 400 Kilometer Deiche saniert und neu gebaut werden konnten. Ein Schwerpunkt der Baumaßnahmen wird weiterhin Niederbayern sein. Dort wird aktuell die zweite Deichlinie an der Isar bei Fischerdorf errichtet, wofür 21 Millionen Euro aufgewendet werden.
Zukünftig wird sich der Bund zusätzlich an überregional wirksamen Hochwasserschutzmaßnahmen im Freistaat beteiligen.
Das Nationale Hochwasserschutzprogramm sendet ein wichtiges Signal: Bund und Länder bringen den Hochwasserschutz ab jetzt gemeinsam voran.
Bis 2018 sollen dafür rund 100 Millionen Euro vom Bund bereitgestellt werden. Der Freistaat wird durch schnelle Planungen die Voraussetzungen für eine zügige Freigabe der Gelder schaffen. Die Finanzierung bedeutender Maßnahmen durch den Bund muss jedoch auch über diesen Zeitraum hinaus gesichert sein. Aus Bayern wurden Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,7 Milliarden Euro gemeldet, darunter geplante gesteuerte Flutpolder an Donau, Inn und Main sowie vielfältige Maßnahmen zur Rückverlegung von Deichen.
