Die Grüne Stadt, Verbände

3. Norddeutscher Baumschultag: stadt | grün | leben | zukunft?

20.06.2013

Der 3. Norddeutsche Baumschultag - ein Vortrags- und Diskussionsforum der Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. auf der internationalen gartenschau (igs 2013) in Hamburg - stellte mit dem Motto: stadt | grün | leben | zukunft? - den Wert und die Bedeutung von Grün für den Menschen und seine Umwelt in den Mittelpunkt.

Bei hochsommerlichem Wetter konnten sich die Veranstalter und Vorsitzenden der BdB Landesverbände, Axel Huckfeldt für Schleswig-Holstein und Bernhard von Ehren für Hamburg, über regen Besuch freuen. Neben zahlreichen Baumschulern aus dem Norden nahmen rund 150 Gäste teil – darunter Vertreter des Garten- und Landschaftsbaus, der Landschaftsarchitektur sowie Vertreter aus Politik, Ministerien und Fachverwaltungen der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein.

Die Veranstaltung fand auf der igs 2013 in Hamburg auf der Hauptbühne des Ausstellungsbereichs „Lebendige Kulturlandschaften“ statt, zu dem auch das „Pinneberger Baumschulland“ gehörte. In ihren Grußworten betonten Huckfeldt und von Ehren das zentrale Anliegen des 3. Norddeutschen Baumschultages: Die positiven und geldwerten gesellschaftlichen wie individuellen Folgewirkungen von Pflanzenverwendung im öffentlichen und privaten Bereich würden noch immer zu wenig erkannt und gewürdigt. Ziel sei es, ein neues Bewusstsein und eine besondere Wertschätzung für „Grün“ zu schaffen – als Grundlage für ein breites Engagement für mehr Grün in Städten und Gemeinden. Dies könne nur durch einen kontinuierlichen Informationsaustausch gelingen, den die Veranstaltung gezielt fördere.

Fachliche Diskussionen und Vorträge

Im Mittelpunkt der Tagung standen drei zentrale Fragen: Welche Rolle spielen moderne Gartenschauen für die Stadtentwicklung? Ist die Baumschulwirtschaft lediglich Lieferant von Gehölzen oder mehr? Und welche Stadtbaumarten sind geeignet, auch unter den Bedingungen des Klimawandels vital zu wachsen? Antworten lieferten Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft, Prof. Dr. Hartmut Balder von der Beuth Hochschule Berlin sowie Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim.

Besonderer Dank und regionale Präsentation

Ein besonderer Dank ging an die Regionalmanagerinnen Martina Schneekloth und Dr. Heike Meyer-Schoppa, die maßgeblich an Planung und Realisierung des Ausstellungsbereichs „Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland“ beteiligt waren. Mit fünf Kulturlandschaften – dem Alten Land, der Lüneburger Heide, dem Pinneberger Baumschulland, den Vier- und Marschlanden sowie der Schleswig-Holsteiner Knicklandschaft – bot die igs 2013 auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar die Möglichkeit, die Vielfalt der Region einem internationalen Publikum vorzustellen. Das Projekt wurde von der Metropolregion Hamburg als Leitvorhaben ausgewählt und gefördert.

Huckfeldt betonte, dass es erstmals gelungen sei, auf einer Gartenschau anschaulich zu zeigen, wie Baumschulen arbeiten, wie Gehölze produziert und vermarktet werden. Mehr als 80 Akteure, Unterstützer und Sponsoren hätten dazu beigetragen, das Pinneberger Baumschulland mit der igs Hamburg zu verbinden. So profitiere die Region durch eine Stärkung der Baumschulkultur, des Tourismus und der Naherholung.

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