Beratung und Planung

7 wichtige Gartentrends für 2023

27.03.2023

Was möchten die Deutschen 2023 als Nächstes in ihrem Garten gestalten und verändern? Diese Trend-Vorhersage basiert auf dem Suchverhalten der deutschen Houzz-Seite, die führende Plattform für Renovierungen und Wohndesign.

Houzz hat sämtliche Suchanfragen vom ersten bis dritten Quartal 2022 mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verglichen. Das Ergebnis zeigt klar: Die Planung privater Außenanlagen bleibt ein zentrales Thema. Die Suchanfragen nach Gartenplanung stiegen um 48 Prozent, nach Gartengestaltung um 14 Prozent. Für Betriebe im Gartenbau bestätigt sich damit eine anhaltend hohe Nachfrage nach Beratungs- und Gestaltungskompetenz.

Klimagerechte Außenräume

Immer mehr Auftraggeber interessieren sich für Lösungen, die Mikroklima, Energieeffizienz und Schutzfunktionen verbessern. Dazu zählen Regenwassernutzung, Begrünung und Verschattung. Besonders stark wuchsen die Suchanfragen rund um Zisternen, Fassadenbegrünung und Windschutz. Auch Dachbegrünung und Terrassenbeschattung gewinnen weiter an Bedeutung.

Für den Garten- & Landschaftsbau bedeutet das: Entwässerung, Vegetationstechnik und bauliche Verschattung werden zunehmend Bestandteil der Gesamtplanung statt Zusatzleistung.

Wasser bleibt zentrales Gestaltungselement

Wasserflächen werden sowohl funktional als auch atmosphärisch eingesetzt. Neben Pools steigen auch die Anfragen nach Teichen, Duschen und kleineren Wasserbecken deutlich. Kunden verbinden damit Aufenthaltsqualität, Abkühlung und eine Verbesserung des Mikroklimas.

Kochen und Wohnen im Freien

Der Außenraum entwickelt sich weiter zum erweiterten Wohnbereich. Besonders Grillplätze und Outdoor-Küchen verzeichnen wachsende Nachfrage. Damit steigen Anforderungen an Planung, Infrastruktur und langlebige Baustoffe & Materialien, etwa bei Belägen, Anschlüssen und Ausstattung.

Zonierung und Rückzugsorte

Hausbesitzer strukturieren Gärten stärker nach Funktionen. Aufenthaltsbereiche, Spielzonen und Rückzugsorte werden gezielt angelegt. Pavillons, Liegeflächen und Gartenhäuser zeigen den Wunsch nach klar gegliederten Freiräumen. Für Betriebe erhöht sich damit der planerische Anteil gegenüber reiner Ausführung.

Kleine Flächen effizient gestalten

Mit kleiner werdenden Grundstücken wächst der Bedarf an kompakten Lösungen. Balkone, Reihenhausgärten und kleine Gärten gewinnen deutlich an Relevanz. Gefragt sind flexible Pflanzkonzepte, vertikale Nutzung und platzsparende Ausstattung im Gartenbau.

Der Vorgarten als Visitenkarte

Der Eingangsbereich rückt stärker in den Fokus. Neben gestalterischen Elementen spielen auch funktionale Aspekte wie Einfahrten, Einbauten und Abstelllösungen eine Rolle. Die Planung muss Gestaltung und Alltagstauglichkeit gleichermaßen berücksichtigen.

Emotionale Gestaltung und Nostalgie

Romantische Elemente erleben eine Renaissance. Rosenbögen, Gartenmauern, Feuerstellen und klassische Sitzplätze werden gezielt eingesetzt, um Atmosphäre zu schaffen. Der Trend zeigt: Neben Funktionalität gewinnt emotionale Aufenthaltsqualität weiter an Gewicht.

In Summe verdeutlicht die Analyse: Kunden erwarten zunehmend ganzheitliche Konzepte statt Einzelmaßnahmen. Für den Garten- & Landschaftsbau steigt damit die Bedeutung integrierter Planungskompetenz – von Klimaaspekten über Nutzung bis zur Aufenthaltsqualität.

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