Allgemeines

Spargelimporte und Erntemengen 2023: Ein Überblick

Deutschland importierte 2023 rund 19.300 Tonnen Spargel, hauptsächlich aus Griechenland, Spanien und Italien. Die heimische Ernte erreichte 111.900 Tonnen, trotz sinkender Anbauflächen. Erzeugerpreise zeigten im April 2023 einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Importe und Exportbilanz des Spargels 2023

Ein signifikanter Anteil des in Deutschland konsumierten Spargels stammt während der heimischen Saison aus dem Ausland. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 19.300 Tonnen frischer oder gekühlter Spargel nach Deutschland importiert, was einem Rückgang von rund 2 % gegenüber dem Vorjahr 2022 entspricht.

Der Großteil dieser Importe, nämlich 86 %, erfolgte in den Monaten März bis Juni, parallel zur deutschen Spargelsaison. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Griechenland mit 28 % der Gesamtimporte, gefolgt von Spanien mit 27 % und Italien mit 18 %. Mexiko und Peru trugen 9 % beziehungsweise 7 % zu den Importen bei. Demgegenüber standen Exporte von 3.200 Tonnen Spargel aus Deutschland im Jahr 2023.

Entwicklung der Erntemenge und Anbaufläche

Die deutsche Spargelernte belief sich 2023 auf etwa 111.900 Tonnen. Dies entsprach nahezu dem Sechsfachen der Importmenge. Die Erntemenge verharrte damit nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2022 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, zeigte jedoch einen leichten Anstieg von 1,4 % gegenüber 2022.

Die größten Erntemengen wurden in Niedersachsen (22.800 Tonnen), Brandenburg (22.200 Tonnen) und Nordrhein-Westfalen (20.800 Tonnen) verzeichnet.

Ein Grund für die vergleichsweise geringe Erntemenge ist der anhaltende Rückgang der Anbaufläche. Im vergangenen Jahr wurde Spargel auf 20.400 Hektar ertragsfähiger Fläche angebaut, was einem Rückgang von über 4 % gegenüber 2022 entspricht. Eine geringere Anbaufläche wurde zuletzt 2014 mit 20.100 Hektar registriert.

Trotz dieser Entwicklung blieb Spargel auch 2023 das Gemüse mit der größten Anbaufläche in Deutschland, noch vor Speisezwiebeln (15.100 Hektar) und Karotten (13.500 Hektar). Die rein ökologisch bewirtschaftete ertragsfähige Spargelanbaufläche stieg hingegen um 3 % auf knapp 1.700 Hektar im Jahr 2023.

Preisentwicklung

Der erste Freilandspargel aus deutschen Anbaugebieten ist in der Regel ab April verfügbar. Zu diesem Zeitpunkt sind die Erzeugerpreise tendenziell am höchsten. Im April 2023 lagen die Erzeugerpreise für Spargel um 34,6 % über denen des Folgemonats Mai. Im Vergleich zum April 2022 waren die Preise um 9,9 % niedriger, da 2022 die Erzeugerpreise den höchsten Stand seit 2015 erreicht hatten.

26.03.2024

Zurück