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Landesgartenschau Ellwangen 2026: Klimagärten und nachhaltige Stadtentwicklung

Die Landesgartenschau Ellwangen 2026 präsentiert innovative Klimagärten und fördert nachhaltige Stadtentwicklung. Zehn Betriebe zeigen klimaresiliente Rückzugsorte, die Gestaltungs- und Lebensqualität verbinden. Die Revitalisierung der Jagst und die Anbindung des Stadtkerns stehen im Fokus.

Ellwangen 2026: Revitalisierung und Klimagärten

Die Landesgartenschau in Ellwangen, die vom 24. April bis zum 4. Oktober 2026 stattfindet, zielt auf eine umfassende Aufwertung des städtischen Raums ab. Ein zentrales Element ist die Revitalisierung der Jagst, die zu einem Erholungsgebiet umgestaltet wird und die verschiedenen Gartenschauareale miteinander verbindet. Der Stadtkern wird durch Grünachsen an den Flussraum angebunden, was sich im Titel „Ellwangen an die Jagst“ widerspiegelt.

Im Rahmen der Gartenschau präsentieren zehn Mitgliedsbetriebe des VGL-BW sowie ein bayerischer Betrieb acht Klimagärten. Diese Gärten sollen klimaresiliente Rückzugsorte schaffen, die Gestaltungsqualität und Lebensqualität verbinden.

Konzepte der Klimagärten

Der Garten der Firmen Steinbrück Blumen-Gärten-Grün, Naturraum Gartenbau und Gebrüder Hupfeld steht unter dem Motto „Autarkie – Essenz des selbstbestimmten Lebens“. Hier werden Wasser, Feuer, Luft und Erde zu einem stressfreien Ort vereint. Bienenfreundliche Stauden, Geophyten und Gehölze sollen ganzjährige Blütenpracht und Artenvielfalt fördern. Hochbeete für Gemüse und Obst sowie recycelte Betonsteine und Upcycling-Elemente sind ebenfalls Teil des Konzepts.

Die Firma Schiessle GmbH & Co. KG präsentiert „Die Magie des Wassers – Ein klares Statement zu Natur und Komfort“. Ein schwebender Pfad aus Gitterrosten führt über einen Wasserteppich. Im Regenwasser sammelnden Teich spiegeln sich Solitärgehölze. Vertikalbegrünungen sorgen durch Verdunstungskälte für Kühlung.

Unter dem Titel „Draußen wie drinnen leben! – Ein Outdoor-Wohnzimmer für jeden Tag“ vereint die Firma Grünanlagen Schwarz Kochen, Entspannen und Naturgenuss. Ein Pavillon schwebt über einer Außenküche mit Bar, ergänzt durch Kräuter aus dem Hochbeet.

Die Firmen Gala Buduri und Thomas Augustin gestalten den „Naturwohnraum – Ein Zuhause unter freiem Himmel“. Dieser Schaugarten bietet ein Bad unter freiem Himmel, umgeben von Naturstein und Holz. Ein Wasserbecken dient der Entspannung, eine Outdoorküche dem Genuss.

Mike Adriaans präsentiert „s‘ Glebte em neia Glanz – Gelebtes neu erleben“. Ein historisches Holzsegelboot und ein Rundbogen aus geretteten Klinkern empfangen die Besucher. Der Garten verbindet Naturerlebnis, Handwerkskunst und Upcycling.

Die Wagner Gärten GmbH zeigt „Kleiner Garten an der Au – Vielfältig, bunt, lebendig“. Eine Pergola aus antiken Eisenträgern führt zu einem Pfad aus versickerungsfähigem Pflaster, der durch einen Gehölzhain zum runden Tiefgarten am Auenufer leitet.

Die Wörner GmbH gestaltet „Contrasto – Im Reich der Gegensätze“. Hier treffen Betonflächen auf Naturstein, Formschnitt auf wilden Pflanzenwuchs. Eine Flachwasserzone lädt zum Kneippen ein, ein Badezuber zum Entspannen. Naturstein als Mauer und Belag umrahmt das Pflanzkonzept.

Der Schaugarten der Zäh Gartengestaltung trägt den Titel „Erholung nachhaltig – Recycelt, klimaresilient und inspirierend“. Verschiedene Plätze bieten Blickachsen. Ein Weg aus gebrauchtem Natursteinpflaster führt zu einem Aussichtshügel mit Blick auf die Jagst. Die Gestaltung nutzt vorhandene Materialien wie Totholz und Wurzelstöcke als Mikrohabitate.

Rahmenprogramm und Ausblick

Der VGL-BW-Pavillon „Treffpunkt Grün“ dient als zentrale Informationsplattform für den Landschaftsgartenbau und bietet ein Veranstaltungsprogramm. Kinder und Jugendliche erhalten Einblicke in den Beruf des Landschaftsgärtners. Zur Eröffnung der Landesgartenschau Ellwangen am 24. April 2026 findet der Landschaftsgärtner-Cup Baden-Württemberg 2026 statt, bei dem sechs Nachwuchsteams in sieben Stunden einen Garten nach Plan bauen. Eine Fachjury bewertet die Arbeiten nach technischen Regeln.

Gartenschau Bad Urach 2027

Am 5. Mai 2027 eröffnet die Gartenschau in Bad Urach im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Dieses Stadtentwicklungsprojekt umfasst die Renaturierung der Erms, die die Altstadt mit der Gartenschau und der Region verbindet. Die Planung des Berliner Büros Planorama wurde von den Naturräumen des UNESCO-Biosphärengebiets inspiriert.

Regionale Garten- und Landschaftsbaubetriebe gestalten neun Themengärten. Der VGL-BW wird diese Plattform für Veranstaltungen mit Politik und Wirtschaft, Regionalversammlungen, die Meisterbriefübergabe und den Landschaftsgärtner-Cup nutzen. Die Gartenschau läuft bis zum 3. Oktober 2027.

Die Vergabe von Gartenschauen und Landesgartenschauen in Baden-Württemberg ist bis 2036 gesichert. Die Vergabe für die Jahre ab 2037 wird demnächst vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gestartet.

Für die Fortführung dieses bewährten Stadtentwicklungsprozesses, der sich in den letzten Jahren auch immer mehr an einer grün-blauen Stadtentwicklung orientiert, sind wir unserer Landesregierung wirklich sehr dankbar.

16.03.2026

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